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  • 06.09.2014
  • von Felix Ney/Ingmar Höfgen

Kein schlechter Tag dank Albrecht

von Felix Ney/Ingmar Höfgen

Lucas Albrecht fällt zwar hier, traf aber auch dreimal für den SVB 03 in Klosterfelde. Er bewahrte damit den SVB vor der Pokalblamage – und den Schiedsrichter vor der Entscheidung, die Partie trotz einbrechender Dunkelheit fortzusetzen oder abzubrechen. Foto: Felix Natschinski

Drei Tore des Stürmers bewahren den SV Babelsberg 03 vor der Pokalblamage beim drei Klassen tiefer spielenden Verein Union Klosterfelde

Mit viel Mühe hat sich Fußball-Viertligist Babelsberg 03 am gestrigen Freitagabend zum 4:2 (0:2)-Pokalsieg bei Landesligist Union Klosterfelde gequält und damit die dritte Runde im Landespokal erreicht. Für die Wende sorgte Nulldrei-Stürmer Lucas Albrecht, der mit seinem 1:2-Anschlusstreffer kurz nach der Pause den Bann brach und insgesamt drei der vier SVB-Tore erzielte. „Wir machen es uns immer so schwer“, klagte der Torschütze nach dem Abpfiff. Es sei nicht leicht gewesen, mit dem 0:2-Rückstand zur Pause umzugehen. „Für die Fans war es sicher hart.“

Die 50 SVB-Fans unter den rund 550 Zuschauern wurden von den von ihnen unterstützten Spielern erneut auf eine harte Probe gestellt. 45 Minuten lang sah es sogar so aus, als ob der favorisierte Regionalligist an seine drei torlosen Auswärts-Auftritte in den bisherigen Punktspielen anknüpfen würde. Trotz Ballbesitz gab es kaum torgefährliche Aktionen, stattdessen liefen die Gäste öfter in die Abseitsfalle. Nach zwei Standards stand es nach 36 Minuten bereits 2:0 für Union Klosterfelde. Ivan Shcherbak traf bereits in der 5. Minute nach einer Ecke aus acht Metern hoch ins Tor. Eine halbe Stunde später war Tobias Marz zur Stelle, als er nach einem Freistoß am langen Pfosten lauerte und traf.

Trainer Cem Efe wechselte früh, brachte für Christopher Blazynski und Jean-Marc Soine bereits nach 40 Minuten Severin Mihm und Jakub Petrik. Und der SVB gab die richtige Antwort – und das schnell. Kurz nach Wiederanpfiff köpfte Albrecht einen Einwurf von Christian Schönwälder zum 1:2-Anschlusstreffer aus SVB-Sicht ein. Auch beim 2:2 weitere 30 Minuten später war Albrecht cool genug, nach einer Eingabe von Severin Mihm zu vollenden. Zwischenzeitlich hatte der SVB alles nach vorn geworfen, viele hohe Flanken in den Strafraum gebracht und sogar den zwischenzeitlich eingewechselten Julian Prochnow in den Sturm beordert. Klosterfelde blieb bei seinen Konterversuchen in Ansätzen stecken, der Klassenunterschied war erst in den letzten 20 Minuten zu sehen.

Die Entscheidung fiel erst in den letzten zehn Minuten. Jakub Petrik (83.) vollendet einen Querschläger von Albrecht, wobei die Gastgeber erfolglos auf Abseits reklamieren, zum 3:2, zwei Minuten später stellt Albrecht mit einem Flachschuss zum 4:2 für die Gäste. „Am Ende hat sich die Physis durchgesetzt“, sagte SVB-Co-Trainer Enrico Große. Über die Einstellung werde aber noch zu reden sein. Felix Ney/Ingmar Höfgen

SVB: Feber; Soine (40. Mihm), Schmidt, Schönwälder, Cepni; Hellwig; Zimmer (62. Prochnow), Sindik, Blazynski (40. Petrik), Grundler; Albrecht.

Tore: 1:0 Shcherbak (5.), 2:0 Marz (36.), 2:1, 2:2 Albrecht (46., 76.), 2:3 Petrik (83.), 2:4 Albrecht (85.)

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