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  • 28.08.2014
  • von Ingmar Höfgen

Am Ende dem Punkt ganz nah

von Ingmar Höfgen

Der SV Babelsberg hatte beim 0:1 gegen Magdeburg im Nachholspiel fast in letzter Sekunde die Chance zum Ausgleich

Mit 0:1 (0:1) haben die Babelsberger Regionalliga-Fußballer am Mittwochabend ihr Regionalliga-Punktspiel beim 1. FC Magdeburg verloren. Sie bleiben damit im zweiten Auwärtsspiel der Saison erneut ohne Punkt. hatten aber in Magdeburg, anders als beim 0:1 in Nordhausen zum Auftakt, kaum eine Chance, wenigstens einen Zähler mitzunehmen. Erst in der Nachspielzeit, als der SVB alles nach vorn warf, wurde ein Schuss von Severin Mihm in Richtung Magdeburger Tor abgefälscht, aber in letzter Sekunde von der Linie geschlagen. „Ein Tor hätte ja gereicht“, sagte Mihm nach dem Abpfiff geknickt.

Fast hätten die Gäste mit dieser Aktion noch einen Zähler aus der MDCC-Arena entführt. In den 90 Minuten davor hatten die Babelsberger wenig auszurichten. Auf zwei Positionen hatte SVB-Trainer Cem Efe das Team nach dem 1:0 gegen Neustrelitz verändert. Ugurtan Cepni rückte nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder für Miroslav Hecko in die Startelf, und Joaquim Makangu, zuletzt zweimal als Einwechsler treffsicher, rückte für Jakub Petrik in die Startelf.

Die Gastgeber, als Favorit auf den Meistertitel gehandelt, wollten sich nach ihren gegentorreichen ersten drei Saisonspielen nicht noch einmal überraschen lassen. Mehrere ihrer Flanken segelten in den ersten zehn Minuten in den SVB-Strafraum, ohne dass es wirklich gefährlich wurde. Dies wurde es erst in der zehnten Minute, als SVB-Keeper Marvin Gladrow den gut in Szene gesetzten Matthias Steinborn im Strafraum von den Beinen holte. Gladrow sah zwar Gelb, parierte aber den platziert geschossenen Elfmeter von Nico Hammann: Er lenkte den halbhoch getretenen Ball um seinen rechten Torpfosten. Aber der FCM blieb unbeeindruckt, auch als Steinborn verletzt ausgewechselt werden musste. Die Gastgeber bauten ruhig ihr Spiel auf und ließen immer wieder ihre Schnelligkeitsvorteile aufblitzen. Nach 25 Minuten gingen sie verdient in Führung, auch wenn beim Treffer von Lars Fuchs etwas Glück im Spiel war. Der Aufsetzer von der Strafraumgrenze rutschte Gladrow unter den Handschuhen durch.

Die Babelsberger zeigten bei allem Engagement zu viel Respekt, fanden nie ihren Rhythmus und hatten quasi keine echte Torchance in der ersten Hälfte. Einzig Lovro Sindik versuchte es in der 43. Minute mit einem Fernschuss aus über 25 Metern, aber der Ball deutlich vorbei.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber am Drücker und waren dem zweiten Treffer näher als die Babelsberger ihrer ersten echten Chance. Magdeburgs Christian Beck köpfte eine Flanke knapp am Kasten vorbei (54.), und eine Minute später hatten die Heimzuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, als Lars Fuchs aus knapp 20 Metern den Ball über Keeper Gladrow zu lupfen versuchte. Der Ball flog an die Querlatte und kam auf der Torlinie auf, sprang aber wieder ins Feld hinaus. Mit Petrik und Tobias Grundler brachte Efe nach rund einer Stunde zwei frische SVB-Offensivkräfte und hätte fast zum Ausgleich getroffen. Eine Rückgabe von Bilal Cubukcu schlenzte Lucas Albrecht aufs Tor – zum ersten Mal im Spiel musste FCM-Torwart Matthias Tischer sich lang machen, um den Ball zur Ecke zu lenken. Es blieb lang die einzige Aktion, mit der in Magdeburg noch eine Unentschieden greifbar wurde. Verdient hätten es sich die Gäste höchstens wegen ihres Engagements nach der Pause. Mehr aber hatten sie in Magdeburg vor den 6557 Zuschauern, darunter reichlich 200 im Gästeblock, nicht in die Waagschale zu werfen. Ingmar Höfgen

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