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  • 13.08.2014

Volleyball-Liga nennt sich um in Bundesliga

Neues Logo. Repro: PNN

Neues Motto: „Home of Respect“

Wer bisher von der Deutschen Volleyball-Liga gesprochen hatten, wenn er die Volleyball-Bundesliga meinte, für den ist das Folgende vielleicht eine echte Neuigkeit: Die Deutsche Volleyball-Liga heißt ab sofort Volleyball-Bundesliga. Die Verantwortlichen des Verbandes, die dies am gestrigen Dienstag bei einer gut besuchten Pressekonferenz im Berliner Hotel Maritim proArte bekannt gaben, haben sich damit nicht nur dem allgemeinen Sprachgebrauch angepasst; es gab tatsächlich mehr als Selbstverständlichkeiten zu verkünden. Es gibt ein neues Logo – rund und damit anders als bei den anderen Wettbewerbern um die Zuschauergunst, die alle durch eckige, abgerundete Logos präsentiert würden, wie betont wurde – und ein neues Motto: „Home of Respect“.

Der respektvolle Umgang ist im Volleyball zu Hause, und es ist vielleicht gut, darauf hinzuweisen. Zweikämpfe gibt es keine, Schiedsrichterkritik, verglichen mit Sportarten wie Fuß- oder auch Handball, unterbleibt oft. „Es ist ein fairer Sport, es gibt keine taktischen Fouls“, sagte Volleyballerin Kathy Radzuweit vom Frauen-Bundesligisten SC Potsdam.

Die Bemühungen sind Teil eines sogenannten Masterplanes, mit dem sich der deutsche Volleyball in der Wahrnehmung von Sponsoren und Zuschauern noch besser präsentieren will. Ein Liga–Sponsor wird weiterhin gesucht. Vor allem die Männer-Bundesliga präsentiert sich als Zwei-Klassen-Gesellschaft, in der zuletzt dem Tabellendritten Generali Haching das Geld ausging. Die Frauen-Bundesliga ist wesentlich ausgeglichener besetzt – aber nur drei von fünf möglichen Plätzen in internationalen Wettbewerben wurden in der Saison 2014/2015 wahrgenommen.

Für die Vereine geht der Masterplan, der im Juni von 90 Prozent der Erst- und Zweitligavereine angenommen worden war, teilweise mit höheren Kosten einher – die Teilnahmegebühr steigt, wenn die Vereine länger in der Bundesliga bleiben. Das senkt die Hürden für die Aufsteiger etwas, die von der erfahrenen Konkurrenz damit leicht querfinanziert wird.

Mit der Zuschauer-Resonanz war man bei der Deutschen Volleyball-Liga/Volleyball-Bundesliga nicht unzufrieden. Seitdem mehr als eine Million Zuschauer das Finale der Frauen-Europameisterschaft 2013 in Deutschland sahen, sei der Glaube gewachsen, Volleyball auch medial stärker zu transportieren. Im Internet-Fernsehen schalten sich bei Top-Spielen bis zu 20 000 Nutzer auf den Stream. Man hat eine kumulierte Reichweite von 176 Millionen Zuschauern ermittelt – das sind etwa 2,5 Prozent der Weltbevölkerung.

Insgesamt kamen 587 600 Zuschauer in der ersten Liga insgesamt zu den Männer- und Frauen-Spielen der vergangenen Saison, zu jedem Frauen-Spiel im Schnitt 1424 Zuschauer. Dresden und Schwerin zogen dabei mehr als 3000 Zuschauer. Die Etats der Frauenteams lagen laut einer Powerpoint-Präsentation, die vor der Pressekonferenz zu sehen war, bei 753 000 Euro im Schnitt. ihö/gep

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