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  • 15.07.2014
  • von nbsp;Peter Könnicke

Feifel übernimmt das erste Training

von nbsp;Peter Könnicke

Neues Trainergespann bei Turbine Potsdam: Chefcoach Bernd Schröder (r.) freut sich über die Verstärkung durch Achim Feifel, der vor allem die Nachwuchsspielerinnen im technisch-taktischen Bereich schulen soll. Foto: Jan Kuppert

Stürmerin Ada Hegerberg wechselt nach Lyon. Zwei Amerikanerinnen sollen kommen

Achim Feifel machte nicht viel Worte: „Ich freue mich unheimlich darauf, gemeinsam mit der Mannschaft die Aufgabe angehen zu können“, sagte der neue Co-Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam. Und schon stand der 49-jährige Fußballlehrer, der zuletzt den russischen Frauenfußball-Meister WFC Rossiyanka coachte, auf dem Rasen und bat die Spielerinnen des Bundesligisten zur ersten Übungseinheit.

Zuvor hatte Turbine-Cheftrainer Bernd Schröder seiner Mannschaft den einstigen Frauencoach des Hamburger SV als einen langjährigen Freund in der Bundesliga vorgestellt. „Er wird mit euch im technisch-taktischen Bereich individuell arbeiten“, erklärte Schröder seinem Team. Und während kurz danach Feifel bei den Spielerinnen erste Schweißtropfen produzierte, meinte Schröder, dass er sich vom Wirken seines neuen Kollegen auch einen emotionalen und psycholgischen Zugewinn erhofft. „Ich bin ja durchaus vorbelastet und gegenüber einigen Spielerinnen befangen“, gestand Schröder. Daher freue er sich über den neuen Blick von außen, der die Mannschaft weiter voranbringen werde.

Dabei könnten in der neuen Saison auch zwei US-Spielerinnen aus der National Woman Soccer League dabei sein. Schröder hat sie für Turbines Defensiv-Abteilung eingeplant, noch spielen sie in der Heimat in der Play-off-Runde und noch ist ihre Verpflichtung nicht endgültig, aber Schröder ist zuversichtlich. „Mit ihrer Erfahrung und vor allem ihrem Spirit werden sie eine Verstärkung sein“, sagt er.

Vor allem Letzteres – den unbedingten Willen zum Erfolg – gelte es künftig herauszukitzeln. „Wir haben eine Mannschaft, die angreifen kann“, schwor Schröder vor dem ersten Training sein Team ein. Er verweist auf eine „breite Palette junger Spielerinnen“, die in der neuen Saison aus dem eigenen Nachwuchs in den Bundesligakader rücken. Neben den spielerischen Qualitäten nannte Schröder „Einsatz, Willen und Kampfstärke“ als Tugenden, die es bis zur letzten Konsequenz einzusetzen gelte. Das habe auf der Zielgeraden der vergangenen Saison gefehlt, als Turbine das Champions-League-Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg verlor und auf der Zielgerade die erneute Teilnahme für die europäische Königsklasse verspielte. „Wir waren selbst Schuld, das war hausgemacht“, reflektierte Schröder nochmals und gab zu: „Wir haben zu spät erkannt, dass Teile der Mannschaft zerstritten waren.“

Nach den zu Saisonende verkündeten Abgängen von Antonia Göransson (Vittsjö GIK/Schweden), Maren Mjelde (Kopparsberg/Schweden), Gudbjörg Gunnarsdottir (LSK Kvinner/Norwegen), Alex Singer, Ann-Katrin Berger (Paris St. Germain) und Stephanie Mirlach (Karriereende) hat sich ein Problemfall während der Sommerpause geklärt: Ada Hegerberg, die sich zunehmend unwohl in Potsdam fühlte, wechselt nach eineinhalb Jahren in Potsdam zum französischen Top-Klub Olympique Lyon. Der Vertrag mit der norwegischen Nationalstürmerin und Turbine wird gegen eine Ablösesumme aufgelöst, deren Höhe Schröder nicht beziffern wollte.

Turbine werde während der Vorbereitung wöchentlich zwei bis drei Spielerinnen testen, beim gestrigen Trainingsauftakt waren eine Russin und eine Italienerin dabei. „Verpflichten werden wir aber nur Spielerinnen, bei denen wir das Gefühl haben, dass sie uns mit ihrer Erfahrung wirklich weiterhelfen“, so Schröder. Das erste Turbine-Testspiel findet am 16. August in Deetz statt. Gegner ab 15 Uhr ist Bundesligist USV Jena.

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