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  • 19.05.2014

Erkenntnisse in der Woche der Wahrheit

Mit guten Ansätzen in einer schwachen Partie konnte Jean-Marc Soine (l.) der SVB-Reserve keine wirklichen Impulse geben. Sebastian Knaack indes ist mit Oranienburger FC in der Brandenburgliga so gut wie sicher. Foto: Benjamin Feller

Babelsberg II schwinden die Hoffnungen auf Klassenerhalt, während Laubsdorf sich freiwillig abmeldet

Für die zweite Mannschaft des SV Babelsberg wird der Verblieb in der Brandenburgliga ein immer fragwürdigeres Unterfangen. Die Mannschaft von Trainer Matthias Stuck verlor ihr Heimspiel gegen den Oranienburger FC mit 1:2 (1:1) und bleibt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Am kommenden Mittwoch allerdings hat das U 23-Team die Chance, den Abstand auf den Tabellenvorletzten von sechs auf drei Punkte zu verkürzen. Um 20 Uhr ist Stahl Brandenburg zu Gast – im Karl-Liebknecht-Stadion. „Wir hoffen, dass die Atmosphäre die Mannschaft beflügelt“, sagte SVB-Präsident Archibald Horlitz.

Doch muss sie der Brandenburgligist dann anders präsentieren als am vergangenen Samstag. Die „Woche der Wahrheit“, die Trainer Stuck mit den Spielen gegen Oranienburg, Brandenburg und Eberswalde (Freitag) ausgerufen hat, begann eher mit der nüchternen Erkenntnis, dass die Mannschaft derzeit nicht in der Verfassung für den Klassenerhalt ist. Symptomatisch das 0:1 in der 20. Minute. Eine gute Flanke von der linken Oranienburger Außenbahn in den Nulldrei-Strafraum hätte dort keinen Abnehmer gefunden, doch völlig unbedrängt köpfte Dongmin Kim das Leder ins eigene Tor. Auch Nulldrei-Torwart Marc-Philipp Zuch hatte den Unglücksschützen nicht daran gehindert – ein einfacher Ruf, dass keine Gefahr droht, hätte genügt. An der Seitenlinie schlugen sich Babelsbergs Trainer und Betreuer die Hände vors Gesicht, rauften sich die Haare und zuckten mit den Schultern.

Spielerisch blieben die Babelsberger viel schuldig, nur in Ansätzen gelang ihnen ein Passspiel über mehrere Stationen. Eine dieser Gelegenheiten führte in der 34. Minute auch zum 1:1-Ausgleich durch Armin Schmidt. Dass die Oranienburger Hintermannschaft durchaus anfällig reagierte, wenn sie unter Druck geriet, nutzten die Nulldreier viel zu selten – und in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr. Im Gegenteil: OFC-Routinier Robert Pocrnic organisierte seine Mannschaft gut und avancierte zum sicheren Rückhalt. Dem 1:2 in der 63. Minute durch Tim Witte rannten die Babelsberger vergeblich hinterher.

Dass vielleicht trotz wenig überzeugenden Fußballs Rechenspiele zum Klassenerhalt genügen könnten, liegt am Rückzug von Blau-Gelb Laubsdorf aus der Brandenburgliga. Die Blau-Gelben haben nicht mehr für die kommende Spielzeit in der Verbandsliga gemeldet. Das Team steht momentan auf dem vierten Tabellenplatz und würde sportlich die Qualifikation souverän schaffen. Nach dem Rückzug von Hauptsponsor Giesbach verzichtet der Verein aber auf die Brandenburgliga und will kommende Saison zwei Ligen tiefer in der Landesklasse starten. Mit welcher Mannschaft die Blau-Gelben künftig auflaufen werden, ist noch völlig offen.

Gedanken über die Zukunft der zweiten Mannschaft des SV Babelsberg macht man sich aber offenbar auch in den Nulldrei-Vereinsgremien. Unabhängig vom Ausgang der Saison und der künftigen Spielklasse müsse man sich über die Funktion der zweiten Vertretung Gedanken machen, sagte 03-Vorstand Archibald Horlitz. Als Ausbildungsteam sehe er eher die A-Junioren als die U 23. pek

Babelsberg: Zuch; Fuchs, Kim, Niemeier, Soine, Wagner-Boysen, Rube, Katak, Wist, Käpnick, Schmidt. Tore: 0:1 Kim (20. ET), 1:1 Schmidt (34.), 1:2 Witte (63.)

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