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  • 14.04.2014
  • von nbsp;Peter Könnicke

SVB-Chef ringt um Schuldenschnitt

von nbsp;Peter Könnicke

Scheitern Verhandlungen mit der DKB-Bank, droht dem Regionalligisten akute Insolvenzgefahr

Für den SV Babelsberg 03 (SVB) beginnt eine Schickalswoche. Mit der Deutschen Kreditbank (DKB), Hauptgläubiger des Regionallisten, stehen laut SVB-Vorstandschef Archibald Horlitz nach Wochen der Verhandlungen die entscheidenden Gespräche über einen Schuldenschnitt an. Ein Scheitern würde den Verein in akute Insolvenzgefahr bringen. Mit anderen Worten: Die DKB entscheidet, in welcher Liga der SVB in der kommenden Saison spielt.

Der Bank sei klar, „dass wir von den Schulden nicht runterkommen“, sagte Horlitz. Er sei zuversichtlich, dass die DKB einem Teilerlass zustimme, weil es keine andere Alternative gebe. Sie habe grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, auf einen Teil ihrer Forderung zu verzichten. „Doch muss der Schnitt ausreichend und tief genug sein, sodass er langfristig trägt“, sagte Horlitz.

Konkret schuldet der Verein der DKB rund 3,4 Millionen Euro. Davon bezeichnet Horlitz 860 000 Euro als „historische Altlasten“ aus der Zeiten der Insolvenz vor zwölf Jahren. Diese sind als Grundschuld auf das Karl-Liebknecht-Stadion eingetragen, das der Verein im Rahmen eines Erbbaupachtvertrages von der Stadt übernommen hat. Hinzu kommen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus den vergangenen drei Jahren, die Ende 2012 teilweise in sogenannte Genussscheine umgewandelt worden waren. Um den Erlass der 2,4 Millionen verhandelt der Verein mit der Bank.

An sich haben beide Seiten eine Aussetzung der Tilgung und Zinsstundung für die laufende Saison bis 30. Juni 2014 vereinbart. Doch drängt Horlitz auf eine Lösung möglichst noch vor Ostern, um Klarheit für die Zukunft zu haben. Denn mit vielen Spielern stehen Vertragsverhandlungen an, ein Gros des aktuellen Regionalligakaders war zunächst nur für die laufende Saison verpflichtet worden. Um mit den Spielern überhaupt und seriös verhandeln zu können, brauche der Verein Klarheit und Sicherheit über seine finzanzielle Leistungsfähigkeit. Zudem gebe es Gesräche mit potenziellen Sponsoren für die kommende Saison, die vor einem möglichen Engagement jedoch die Frage beantwortet haben wollen: Wie sicher ist der Verein?

Laut Horlitz sei die DKB bereit, dass lediglich die Altschulden von 860 000 bedient werden – Teil der aktuellen Gespräche sei auch, über welchen Zeitraum und in welchen Raten die Schulden zurückgezahlt werden.

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