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  • 24.03.2014

Kompliment trotz Niederlage

Ging lange Wege: Lucas Albrecht (r.) im Kampf mit Ben Zolinski. Foto: J. Kuppert

Bestes Rückrundenspiel von Nulldrei unbelohnt

Am Tag danach waren sich einige Fans einig: „Wenn sie so spielen und dennoch verlieren, kann man nicht meckern.“ So zumindest analysierte die Anhänger-Gilde die 1:3 (1:2)-Niederlage des SV Babelsberg 03 gegen die U 23 des 1. FC Union Berlin vom Freitagabend. Keine Katerstimmung also unter den Nulldrei-Fans, die sich am Samstag das Spiel der SVB-Zweiten ansahen (Seite 16).

Auch SVB-Trainer Cem Efe wollte trotz der Null-Punkte-Ausbeute nicht klagen und machte stattdessen seiner Mannschaft ein Kompliment: „Die Einstellung hat gestimmt.“ Dass seine Mannschaft nach einem unterhaltsamen Regionalligaspiel mit leeren Händen dastand, lag zum einen am Gegner. Union zeigte den technisch besseren Fußball, ließ den Ball gut laufen, um im richtigen Moment den entscheidenen Pass zu spielen. „Eine richtig gute Truppe“, zollte Efe Respekt. Was Union gut machte, fehlte bei Babelsberg: „Der entscheidende Pass kommt nicht“, versuchte Kapitän Julian Prochnow nach dem Schlusspfiff zu ergründen, weshalb das durchaus verdiente Remis versagt blieb. Dabei hatte er mit einem Kopfball kurz vor Schluss wie zuvor Kai Druschky die Chance zum Ausgleich: Beide scheiterten am – an diesem Tag überragenden – Union-Keeper Patzler.

Nach zuletzt einem Remis und zwei Siegen war bei den Nulldreiern wieder mehr Selbstbewusstsein zu spüren, sodass sie versuchten, nach erkämpftem Ballbesitz auch spielerische Akzente zu setzen. Zahlreiche Chancen – sowohl aus dem Spiel heraus sowie nach Standards – sind Beleg für die Offensivbemühungen. Vor allem der quirlige Enes Uzun kurbelte das Angriffsspiel des SVB immer wieder an, während sich Lovro Sindik besonders zweikampf- und laufstark präsentierte. Lange Wege ging auch Angreifer Lucas Albrecht, der mit dem 1:0 nach 15 Sekunden für das wohl schnellste Tor in der Geschichte des SVB sorgte – zumindest die durchaus erfahrenen Anhänger konnten sich tags darauf auf der Sandscholle nicht an ein schnelleres Tor erinnern. Albrecht indes meinte nach Abpfiff: „Lieber schieße ich ein spätes Siegtor als so einen schnellen Führungstreffer, der am Ende nicht reicht.“

Unterdessen hat der Babelsberger Ex-Trainer Dietmar Demuth Medienberichten zufolge beim Liga-Konkurrenten Berliner AK einen Vertrag bis 2015 unterschrieben. pek

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