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  • 03.03.2014
  • von Ingmar Höfgen

Engagiert und ohne Chance

von Ingmar Höfgen

Reinknien. Matthias Juknat (r., HSG) versucht, sich gegen Paul Bachmann durchzusetzen. Foto: Ingmar Höfgen

Der HSG RSV Eintracht/Ruhlsdorf gelingt gegen den drei Klassen höher spielenden Oranienburger HC keine Überraschung im Handball-Landespokal

Manchmal sah es vom Ergebnis her eng aus, aber am Ende gab es keinen Zweifel über den Sieger: Die Handballer der Spielgemeinschaft RSV Eintracht / SV Ruhlsdorf waren am Samstag im Pokal-Viertelfinale ohne echte Chance gegen den drei Klassen höher spielenden Oranienburger HC und unterlagen mit 24:33 (10:18). Erfolgreichster Schütze vor etwa 200 Zuschauern war Enrico Bolduan mit neun Treffern. Beim Sieger, der mit zunehmender Spielzeit seine Stammkräfte schonte, waren Lasse Scharge und Robert Kählke mit jeweils sieben Treffern am treffsichersten.

HSG-Trainer Kai Müller-Schade war mit dem Spielverlauf „sehr zufrieden". Er sei ohne Erwartungen in das Spiel gegangen. „Alles unter 20 Toren Differenz wäre okay gewesen", sagte Müller-Schade, der sogar auf vier Spieler verzichten musste. Stattdessen spielte seine Mannschaft gut mit, nachdem sich die Anfangsnervosität gelegt hatte. Die zweite Hälfte verlor sie sogar mit nur einem Tor Differenz.

Die Anfangsnervosität, sie ließ den OHC schnell auf 5:0 nach sieben Minuten davonziehen. „Aber das war eher kontraproduktiv", schätzte OHC-Trainer Christian Pahl nach dem Abpfiff ein. Es lief, wie es sich alle dachten, seine Spieler schalteten einige Gänge zurück. Weil die engagierten Gastgeber ihre Nervosität ablegten und mutiger wurden, wurde es eine kurzweilige Partie. Näher als auf 10:15 (26.) kam der Außenseiter bis zur Pause aber nicht heran.

Ob es ohne das frühe 0:5 anders hätte laufen können? „Das spielt keine Rolle“, so Bolduan, der etwas anderes als den OHC-Sieg nicht erwartet hatte. Der langjährige Zweitliga-Spieler des VfL Potsdam hatte sichtlich Spaß und ließ sein Können nicht nur bei den sehenswerten Toren aufblitzen. Gemeinsam mit Matthias Juknat führte er die Mannschaft zu einem engagierten Auftritt.

Bis auf 19:23 (47.) verkürzten die Gastgeber, die für Kreisläufer Lars Kornelson immer wieder eine Lücke fanden, den Rückstand in der zweiten Hälfte. Erst in den letzten zehn Minuten warf der OHC den standesgemäßen Vorsprung heraus. Da waren einige seiner Stammspieler schon lange nicht mehr auf der Platte: Robin Manderscheid und Christian Ramm wurden schon nach einer Viertelstunde für die anstehenden Drittliga-Spiele geschont, Alexander Urban schaute sich das ganze Spiel von der Bank aus an.

„Ich habe das Gefühl, dass wir uns richtig gut verkauft haben", sagte Enrico Bolduan nach dem Abpfiff. Gelohnt haben dürfte sich dies allemal: Statt 50 Zuschauer war die Halle voll, und Bolduan hofft, dass einige von ihnen wiederkommen. Am 29. März soll gegen Friedland der Aufstieg in die Brandenburgliga, das große Saisonziel, perfekt gemacht werden. Angesichts von neun Punkten Vorsprung eine Formalie. Ingmar Höfgen

HSG: Kessner, Scheunig; Hamann, Poerschke, Kaiser 1, König, Hartmann 2, Kornelson 5, Meyer 1, Bolduan 9/2, Juknat 3, Sauthoff, Stahlschmidt, Knetsch 3

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