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  • 24.02.2014
  • von Ingmar Höfgen

Evans’ Bogenlampe entschied das Spiel

von Ingmar Höfgen

Immer auf Achse. Turbine Potsdams Ada Hegerberg (l.) ist von Leonie Maier (Bayern) kaum zu halten. Foto: Jan Kuppert

Turbine Potsdam siegt in der letzten Partie der Hinrunde bei Bayern München mit 2:1

Durchatmen bei Turbine Potsdam: Nach einem intensiv geführten Spiel auf Augenhöhe gewannen die Bundesliga-Fußallerinnen am gestrigen Sonntag mit 2:1 (1:1) bei Bayern München und verdrängten den Meister VfL Wolfsburg, der am Samstag 0:0 beim Tabellenführer 1. FFC Frankfurt gespielt hatte, auf den zweiten Tabellenplatz.

„Auch glücklich“ sei der Sieg gewesen, sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder nach dem Schlusspfiff. Gina Lewandowski hatte die Gastgeber im Stadion an der Grünwalder Straße mit 1:0 bereits nach acht Minuten in Führung gebracht. Sie brachte eine flach hereingetretene Ecke über die Linie. Turbine war verunsichert, aber bereits nach 20 Minuten glich Ada Hegerberg zum 1:1 aus. Sie köpfte eine von Lisa Evans scharf getretene Ecke zum verdienten Ausgleich ein.

Die rund 1300 Zuschauer sahen auch in der Folge eine abwechslungsreiche Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Für Turbine rettete Torhüterin Gudbjörg Gunnarsdottir stark gegen Sarah Hagen (33.) und behielt auch sonst meist die Übersicht. Die isländische Nationalspielerin, die im Winter zur Mannschaft gestoßen war, bekam den Vorzug vor Ann-Katrin Berger. Laut Schröder haben die Ausstrahlung sowie die sehr guten Abschläge den Ausschlag für die Personalie gegeben. Sie habe sich den nötigen Respekt verschafft und viele der gefährlichen Eckbälle heruntergepflückt, sah sich der Trainer nach dem Schlusspfiff in seiner Entscheidung bestätigt. Zu tun gab es viel für die Abwehr, hatten die Münchnerinnen doch einige Chancen mehr.

Für die Entscheidung sorgte Evans drei Minuten nach dem Wiederanpfiff. Eine Bogenlampe senkte sich hinter Kathrin Längert zum 2:1 ins Tor. Spannend blieb die Partie auch danach, Bayern blieb jederzeit torgefährlich. Erst als Niki Cross gegen Hegerberg die Notbremse zog und dafür die Rote Karte sah (68.), ließ der Druck der Gastgeberinnen nach.

„Wir wussten nach der langen Pause noch nicht, wo wir stehen“, sagte Schröder nach dem ersten Pflichtspiel 2014. Er monierte „viele Fehler, die wir in der Vorbereitung nicht gemacht hatten“. Im Mittelfeld, wo die ehemalige Münchnerin Julia Simic nicht ihren besten Tag erwischte, sah er seine Mannschaft nicht so gut in die Zweikämpfe kommen. Ein Sonderlob von Schröder gab es für Hegerberg, die immer wieder an den Ketten zerrte, und für Abwehrspielerin Maren Mjelde. Die Norwegerin wechselte sich nach der Pause mit Jennifer Zietz im Mittelfeld ab, nachdem Pauline Bremer nach einem Schlag ins Gesicht über Sehstörungen klagte und mit einer leichten Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste.

Turbine: Gunnarsdottir; Mjelde, Draws, Kemme; Bremer (46. Zietz), Elsig, Simic (70. Cramer), Wälti; Evans, Hegerberg, Anonma (83. Nagasato)

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