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SV Babelsberg 03

  • 21.10.2013
  • von Matthias Koch

SV Babelsberg vs VFC Plauen: Nulldrei-Tore mit einfachen Mitteln

von Matthias Koch

Luftduell in Plauen. Babelsbergs Sascha Ro- de (l.) köpft aufs VFC-Tor. Foto: Matthias Koch

Der SV Babelsberg 03 spielte in Plauen 2:2, wobei die Nulldreier durch ein Gegentor in der Nachspielzeit einen Sieg noch aus der Hand gaben.

2:2 (1:0) spielte Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 am Sonntagnachmittag beim VFC Plauen, wobei die Nulldreier durch ein Gegentor in der Nachspielzeit einen Sieg noch aus der Hand gaben.

Beide Mannschaften gingen mit ähnlichen Zielen in die Partie. Beide wollten drei Punkte, beide hielten ihren Gegner für schlagbar. Unterschiedlicher aber konnte die Herangehensweise nicht sein. Plauen ging die Aufgabe forsch an, erspielte sich viele Möglichkeiten. Zahlreiche Fehlabspiele schwächten den VFC jedoch im Spielaufbau stark. So liefen Plauens Angriffsversuche meist schon vor dem Nulldrei-Strafraum aus, ergaben sich kaum zwingende Torchancen. Die erarbeiteten sich die Babelsberger schon in der 3. Minute durch Moral Fuster, der aber genau auf VFC-Keeper Ebersbach zielte. Insgesamt besaßen die Plauener mehr Spielanteile, der Aufbau der Gäste verlief „zu träge“, so ihr Trainer Cem Efe später. Das sollte sich mit zunehmender Spielzeit allerdings ändern. Und gerade als man den Babelsbergern die Führung zutrauen wollte – Koc forderte Ebersbach zu einer starken Parade (31.) –, fiel das 1:0 für den VFC. Einen zentimetergenauen Pass von Schindler verwandelte Girth sehenswert per Seitfallzieher ins lange Eck (38.). Für den Torschützen war das Spiel in der Halbzeit zu Ende. Er musste mit Magen-Darm-Problemen und Schüttelfrost in der Kabine bleiben.

In Durchgang zwei arbeitete der VFC für das zweite Tor, die Ernte fuhren aber zunächst die Gäste ein. Zwei Ecken brachten den Babelsbergern zwei Tore. Es war ein einfaches und zugleich wirkungsvolles Mittel. Die langen Kerls warteten in der Mitte und verwerteten Beckers Hereingaben. Der erste Kopfballtreffer ging auf das Konto von Hebib (59.), den zweiten erzielte Prochnow (65.). In beiden Situationen war die VFC-Abwehr nicht auf der Höhe des Geschehens. Und beide Goalgetter dankten zuallererst den zahlreich mitgereisten Fans in der Kurve, die allein 89 Minuten lang für Stimmung im Vogtlandstadion sorgten. In der letzten Minute verstummten sie jedoch, als der eingewechselte Slowake Sajbidor doch noch den Ausgleich für Plauen erzielte (90.+1). Vorher hatte er schon einen „Riesen“ vergeben (74.).

Babelsbergs Trainer Cem Efe war trotz des späten Gegentreffers nicht unzufrieden: „Ich denke, letztlich ist das Unentschieden gerecht. Bei unseren Passfolgen hatten wir zu wenig Druck, zu wenig Präzision. Ich glaube, wir können beide mit dem einen Punkt leben.“ Dem konnte VFC-Coach Michael Hiemisch nur zustimmen: „Jeder Punkt, der uns von der Linie unten vor den Abstiegsplätzen wegbringt, ist wichtig für uns.“ Matthias Koch

Plauen: Ebersbach; Landgraf, Grossert, Thönelt, Lietz; Rupf, Schindler (62. Sajbidor); Knoll (85. Hager), Schubert, Wild; Girth (46. Wagner).

Babelsberg: Feber; Zimmer, Hebib, Rode (56. Druschky), Mihm (46. Becker); Prochnow, Sindik; Koc, Moral Fuster (85. von Piechowski), Schwarz; Albrecht.

 

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