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  • 04.10.2013
  • von Luisa Müller

18-Jähriger im Nulldrei-Tor

von Luisa Müller

Einsatzbereit. Dominik Feber steht erneut zwischen den Pfosten. Foto: J. Kuppert

SVB-Torwart Marvin Gladrow fällt länger aus. Heute Abend ist die TSG Neustrelitz zu Gast

Die Verletzung von Torhüter Marvin Gladrow bereitet Cem Efe, Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03, einige Bauchschmerzen. „Das ist ein herber Ausfall, der brutal wehtut“, sagt Efe. Gladrow, der nach seiner abgesessenen Rot-Sperre eigentlich am vergangenen Sonntag beim Auswärtsspiel in Rathenow sein Comeback feiern wollte, hatte sich noch während der Erwärmung am Knie verletzt. Diagnose: Meniskusanriss. Am kommenden Montag wird der 23-Jährige nun operiert und wird der Mannschaft für die nächsten sechs Wochen fehlen. So wird beim Heimspiel heute Abend um 19 Uhr gegen den Tabellenzweiten TSG Neustrelitz erneut der erst 18-jährige Dominic Feber zwischen den Pfosten stehen.

Feber muss nun schon zum zweiten Male in dieser noch sehr jungen Saison für den Stammtorhüter Gladrow unverhofft einspringen. Zwei Niederlagen, ein Unentschieden und zuletzt ein Sieg stehen auf dem Konto des Ersatztorhüters. Seine persönliche Bilanz sowie die Heimbilanz der Nulldreier könnten morgen mit einem Sieg im zweiten Flutlichtspiel der Saison aufgebessert werden. „Wir müssen zu Hause mehr Punkte holen“, weiß auch Efe. „Im Moment haben wir eher in den Auswärtsspielen einen Vorteil.“ In den vergangenen vier Spielen holten die Babelsberger vier Punkte in der Fremde, unterlagen hingegen zweimal auf heimischem Geläuf.

Die Gründe für die Heimschwäche versucht der Coach in der Unerfahrenheit des Teams auszumachen: „Wir haben eine brutal junge Mannschaft. Die Jungs haben vorher vor zehn Eltern gespielt. Jetzt spielen sie im Karli vor 3000 Zuschauern“, so der 35-Jährige. „Früher konnte ihnen der Papa noch Tipps vom Spielfeldrand geben, jetzt verstehen sie manchmal nicht mal meine Anweisungen.“

Dass das morgige Spiel ein harter Brocken für die Efe-Truppe wird, zeigt allein der Blick auf die Tabelle: Neustrelitz kletterte mit zuletzt sechs Siegen in Folge auf den zweiten Tabellenplatz und galt bei vielen Experten schon vor Saisonstart als Geheimfavorit für den Aufstieg. „Ich erwarte ein richtig schweres Spiel“, sagt Efe. „Neustrelitz ist noch besser eingespielt als in den vergangenen Jahren."

Einer, der sich ganz besonders auf das Spiel freut, ist Neustrelitz´ Kapitän Rico Morack. „Es ist immer etwas ganz Besonderes, gegen seinen alten Verein zu spielen“, so der 25-jährige Innenverteidiger. Morack, der bereits von der D- bis zu B-Jugend in Babelsberg kickte, wurde in der Drittligasaison 2011/12 als Profi verpflichtet und konnte am Saisonende den Klassenerhalt mit den Nulldreiern feiern. „Ich hoffe, dass wir den Schwung aus unseren vergangenen sechs siegreichen Spielen mitnehmen und im Karli gewinnen,“ sagt Morack, der seit 2012 nun bei der TSG unter Vertrag steht.

„Die Chancen stehen bei fünfzig zu fünfzig – wie in jedem Spiel. Der Gegner hat punktmäßig den Vorteil auf seiner Seite und ist sicherlich auch besser eingespielt als wir. Aber ich habe auch eine gute Mannschaft“, erwidert dagegen Nulldrei-Trainer Cem Efe. Trotz oder weil nun wieder Dominic Feber im Tor steht und sich erneut beweisen möchte. Luisa Müller

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