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SV Babelsberg 03

  • 06.09.2013
  • von Peter Könnicke

Eberswalde beschwört Pokal-Historie

von Peter Könnicke

Da geht’s lang: Runde drei im Landespokal will SVB-Trainer Cem Efe heute erreichen. Dafür muss seine Truppe den SV Preussen Eberswalde ausschalten. Anstoß ist um 19 Uhr im Westendstadion. Foto: Jan Kuppert

Der Brandenburgligist SV Preussen will heute im Pokal den SV Babelsberg 03 ärgern

Torsten Maerz hat den Trainingsplatz gestern nicht mehr gesehen. „Wir haben genug trainiert, für Babelsberg muss es reichen“, scherzt der Trainer des SV Preussen Eberswalde im PNN-Gespräch vor dem Fußball-Pokalspiel gegen den SV Babelsberg 03. Für den Ausgang der Partie heute Abend werden bei den Gastgebern einige Bedingungen formuliert: Wenn der Brandenburg-Ligist heute über sich hinauswächst, es ausreichend Unterstützung der Zuschauer gibt und der Gegner keinen guten Tag hat – ja dann sei eine Pokalüberraschung nicht abwegig. Ansonsten seien die zwei Klassen höher spielenden Gäste in der zweiten Runde des Krombacher Landespokals klarer Favorit.

Ohne Wenn und Aber formuliert indes Nulldrei-Trainer Cem Efe das sportliche Ziel für seine Regionalliga-Truppe: „Wir wollen weiterkommen“, sagt er und fügt hinzu: „Egal wie!“ Zu gut weiß der 35-Jährige, dass im Pokal nicht naturgegeben die höherklassige Mannschaft gewinnt. Als Co-Trainer des damaligen Drittligisten hat Efe die Erfahrung selbst gemacht, als der SVB im vergangenen Jahr gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen im Viertelfinale aus dem Pokal flog. Im Jahr zuvor verlor Babelsberg im Finale als Drittligist gegen den Sechstligisten SV Falkensee/Finkenkrug.

Genau diese Geschichte und Geschichten des Pokals beschwört der Eberswalder Trainer: „Meine Mannschaft glaubt an sich und ist frohen Mutes“, sagt Maerz. Das Los gegen Nulldrei sei eine dankbare Aufgabe. „Wir haben keinen Druck“, sagt er, während sein Trainerkollege Efe festlegt: „Für uns wäre eine Niederlage eine Katastrophe.“ Dementsprechend konzentriert müsse seine Elf die Aufgabe annehmen und das Spiel nutzen, um Fehler, „die wir phasenweise in den vergangenen Spielen gemacht haben, abzustellen“, meint Efe. Vor Wochenfrist hatte der SVB sein Heimspiel in der Regionalliga gegen Germania Halberstadt mit 2:4 verloren und vor allem in der zweiten Halbzeit Schwächen im Umkehrspiel und Abwehrverhalten offenbart. Gut möglich daher, dass Efe einen Großteil seiner bisherigen Stamm-Formation im Eberswalder Westend-Stadion auflaufen lassen wird. Auf einigen Positionen wird es Efe zufolge jedoch Änderungen geben, da ein paar Spieler angeschlagen sind. Heiko Schwarz und Kapitän Christopher Blazynski könnten eine Pause bekommen. Noch nicht entschieden war gestern die Frage, wer im Babelsberger Tor steht. Die Sperre für Marvin Gladrow von drei Spielen nach der Roten Karte im Spiel gegen den Berliner AK gilt nicht für den Pokal-Wettbewerb, sodass der 23-Jährige zum Einsatz kommen könnte. Andererseits könnte Dominic Feber weitere Spielpraxis bekommen, nachdem ihm Efe vergangene Woche zwar eine gute Partie attestierte, aber auch anmerkte, dass der 19-Jährige die ein oder andere Situation hätte anders lösen können. Egal wer für die Babelsberger aufläuft: „Für uns wird es eine Riesenaufgabe“, sagt Preussen-Coach Maerz. Nach einem Remis und bislang zwei Saisonniederlagen in der Brandenburg-Liga „wollen wir ein gutes Spiel machen und den Favoriten ärgern“. Die Mittel dazu nennt Maerz gängige Pokal-Taktik: „diszipliniert, solange es geht, ohne Gegentor bleiben und selbst gut kontern.“

 

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