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  • 09.08.2013
  • von Henner Mallwitz

„Grundsätzlich passt alles“

von Henner Mallwitz

Auf Torjagd. Mittelfeldspieler Heiko Schwarz kam von Wacker Burghausen zum SC Babelsberg 03. So langsam, sagt der 23-Jährige, habe er hier seinen Rhythmus gefunden. Foto: Jan Kuppert

Neuzugang Heiko Schwarz freut sich über seinen Wechsel zum SV Babelsberg 03

Den Saisonauftakt hatte Heiko Schwarz mit der neu formierten Mannschaft des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 ja schon mal gut über die Bühne gebracht. Mit 1:0 bezwang die Truppe um Trainer Cem Efe den FC Lok Leipzig und startete somit mit einem Sieg in die neue Saison. Am Mittwochabend stand dann das nächste Match an – allerdings war dies eher eine Pflichtaufgabe. Doch auch diese lösten die Nulldreier mit Bravour und setzten sich beim Landesligisten Brieske/Senftenberg in der ersten Runde des Landespokals mit 6:0 durch. Cem Efe haderte zwar ein wenig mit der Leistung seiner Spieler und gab ihnen allenfalls die Note „Drei“ für ihren Auftritt. Doch die konnten damit leben.

So auch Heiko Schwarz. Der 23-Jährige wechselte zum Saisonbeginn von Wacker Burghausen an den Babelsberger Park und hat seinen Schritt nicht bereut. „Grundsätzlich passt hier alles“, sagt der Mittelfeldakteur. Aber wir sind ja eben eine sehr junge, eine neu formierte Mannschaft. Und die muss sich in den kommenden Tagen und Wochen noch mehr finden. Es darf keiner abfallen. Und wenn wir das schaffen, können wir in dieser Liga jeden schlagen.“ Im Pokalspiel am Mittwochabend stellte der gebürtige Potsdamer seine Torgefährlichkeit schon einmal unter Beweis und schoss zwei Tore für die Blau-Weißen.

Dennoch machte Cem Efe noch so manchen Fehler aus, an dem gearbeitet werden müsse. Defensiv müsse unbedingt noch besser verteidigt werden und zu viele Chancen würden nicht genutzt, kritisiert der Trainer. „Gewisse Abläufe klappen einfach noch nicht“, sagt er. „Mir ist ein 1:0-Sieg im Pokal wichtiger als ein Kantersieg. Wenn die Abläufe dafür stimmen.“ Natürlich, so weiß auch der Coach, müsse sich die junge Mannschaft erst nach und nach finden. Und das passiere eben in erster Linie über die Spielpraxis. „Aber der Anpassungsprozess darf nicht zu lange dauern.“

Vielleicht ist seine Mannschaft nach den beiden kürzlichen Erfolgserlebnissen am morgigen Samstag ja schon einen Schritt weiter. Dann steht das nächste Punktspiel an: Es geht zum VfB Auerbach ins Vogtland. Die Mannschaft um Trainer Andreas Richter setzte ebenfalls wie Babelsberg zum Saisonauftakt am vergangenen Samstag ein Achtungszeichen und erkämpfte sich mit einem 1:1 bei der Bundesligareserve von Hertha BSC einen Punkt. „Die hätten das Spiel gewinnen können“, schätzt Cem Efe ein, der die Mannschaft per Videomitschnitt studierte. „Wir sind also gewarnt.“ Vor allem bei Standards seien die Auerbacher sehr gefährlich, da sie drei Zwei-Meter-Männer in ihren Reihen hätten, auf die bei Ecken oder Freistößen vor dem Tor sehr zu achten sei.

Heiko Schwarz schätzt den nächsten Gegner ähnlich ein. „Die sind stärker als Lok Leipzig“, meint der Neu-Babelsberger, der mit einem Punkt im Vogtland völlig zufrieden wäre. Wenn er das Spiel gegen Auerbach hinter sich gebracht hat, steht für ihn schon die nächste Herausforderung an – der Umzug in die erste eigene Wohnung in Potsdam.

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