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  • 18.04.2013
  • von nbsp;Peter Könnicke

Entlasteter Vorstand

von nbsp;Peter Könnicke

Harte Diskussionen. Auf der Außerordentlichen Mitgliederversammlung des SV Babelsberg 03 ging es am Mittwochabend um den neuen Aufsichtsrat – und dabei hoch her. Foto: Andreas Klaer

Bei der Mitgliederversammlung des SV Babelsberg 03 wurde kritisch bilanziert – Demuth steht als Trainer zur Verfügung

Die Mitgliederversammlung des SV Babelsberg 03 hat den bis 2012 agierenden Vereinsvorstand entlastet. Dem mehrheitlichen Votum der Mitglieder war am Mittwochabend eine intensive Debatte über die Arbeit des Vorstandes vorausgegangen. Erinnert wurde daran, dass in die Bilanz des Vorstandes unter anderem die umstrittene Beurlaubung von Trainer Dietmar Demuth, die Verpflichtung des inzwischen ebenfalls beurlaubten Coaches Christian Benbenneck sowie die umstrittene Vereinbarung mit der Münchener Sportsman Group gehört. Letztere war engagiert worden, um neue Sponsoren zu akquirieren – bislang ohne großen Erfolg. Wie gestern bekannt wurde, ist eine Vertragsdauer von zehn Jahren vertraglich fixiert worden.

Kritisch bilanziert wurde zudem der intern wie öffentlich ausgetragene Streit des Vorstandes zur Ausrichtung des Vereins sowie die auf 1,3 Millionen Euro angewachsenen Verbindlichkeiten. Die Mitglieder sollten gestern einen neuen Aufsichtsrat wählen (das Ergebnis lag zu Redaktionsschluss noch nicht vor). Dieter Wiedemann sagte, dass er dem neuen Gremium nicht mehr zur Verfügung steht. Zuvor war der als Kampagne beschriebene Versuch der Ex-Vorstände Karina Dörschel und Immo von Fallois gescheitert, sich mit dem einstigen Babelsberger Trainer-Idol Dietmar Demuth als Zugpferd an die Vereinsspitze zu manövrieren. Der vermeintliche Trumpf stach ins Leere: Der von den beiden Ex-Vorständen erstellte „Babelsberger Weg“ wollte von der Mitgliederversammlung nicht einmal gehört werden. Lediglich 15 Mitglieder sprachen sich für eine Präsentation des Konzeptes aus. Daraufhin verzichtete die Initiative auf eine Kampfabstimmung um die Besetzung des Aufsichtsrates.

Bereits am Nachmittag hatte sich Demuth mit den beiden Notvorständen Archibald Horlitz und Götz Schulze sowie Fallois getroffen. In einer an die Mitgliederversammlung gerichteten Erklärung ließ Demuth mitteilen, dass er als Trainer zur Verfügung stehe, wenn es dafür von allen Seiten eine konstruktive Basis gäbe. Horlitz schloss daraufhin Demuths Engagement nicht aus, betonte aber mit Verweis auf den derzeitigen Interimstrainer Almedin Civa: „Wir haben einen Erfolgstrainer und der wird es auch bleiben.“ Sollte der DFB jedoch entsprechend seiner Regularien auf einen Lizenztrainer bestehen, was Civa nicht ist, gebe es mit Demuth diese Möglichkeit. „Und ich glaube, Demuth ist auch klar, wer hier Chef im Ring ist“, so Horlitz.

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