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  • 10.04.2013
  • von Henner Mallwitz

Notwendiger Schnitt

von Henner Mallwitz

Große Herausforderung. Nach der Entlassung Christian Benbenneks übernimmt vorerst Almedin Civa für 15 Werktage die Geschäfte als Trainer des SV Babelsberg 03. Bis dahin läuft die Suche nach einem neuen Coach auf Hochtouren. Foto: Jan Kuppert

Der SV Babelsberg hat sich von Trainer Christian Benbennek getrennt – Almedin Civa übernimmt vorerst

Der SV Babelsberg 03 hat sich gestern von seinem bisherigen Cheftrainer Christian Benbennek getrennt und ihn von seinen Aufgaben freigestellt. „Nulldrei befindet sich auf einem Abstiegsplatz, da gehören wir nicht hin“, begründet Archibald Horlitz, Notvorstand des Vereins, die Entscheidung. „Deshalb war es uns wichtig, vor den kommenden entscheidenden Spielen für die Mannschaft einen neuen Impuls zu setzen.“ Sicherlich, so Horlitz weiter, habe der Trainer nicht die besten Bedingungen im Umfeld gehabt, die für ein ruhiges Arbeiten nötig gewesen wären. „Daran wird der SV Babelsberg 03 in Zukunft arbeiten“, sagte Horlitz. Christian Benbennek trat im Juli vergangenen Jahres als Cheftrainer bei den Nulldreiern an. Mit recht wenig Erfolg: Nach der Winterpause hatte die Mannschaft erst ein Spiel gewonnen und steckt nach wie vor voll im Abstiegskampf.

Die Entscheidung, so versichert Horlitz, sei allein aus sportlichen Gründen gefallen. „So wenige Spieltage vor Schluss steht die Mannschaft noch immer auf einem Abstiegsplatz. Da mussten wir als Notvorstand handeln. Unsere Aufgabe ist es schließlich, den Verein auf sichere Beine zu stellen.“ Der Notvorstand sei auch zuständig für unaufschiebbare Geschäfte. Und die Trainerfrage sei ein solches, so Horlitz. Dennoch bedankte sich der Verein bei Benbennek für dessen geleistete Arbeit. Dieser nahm die Entscheidung letztlich sportlich: „Ich wünsche dem SV Babelsberg 03 alles Gute und drücke der Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt die Daumen“, sagte er zum Abschied.

Bis ein neuer Trainer gefunden ist, wird nun der einstige Babelsberger Profi und Publikumsliebling Almedin Civa gemeinsam mit Cem Efe, der bis jetzt als Co-Trainer agierte, die Mannschaft leiten. „Alme“ kennt sich sowohl mit dem Thema Abstiegskampf als auch mit der Thematik Trainerwechsel bestens aus. „Es ist natürlich keine leichte Situation, die wir gerade erleben“, sagt der 40-Jährige, der nach der Beendigung seiner sportlichen Karriere als Nachwuchsleiter Sport bei den Blau-Weißen zuständig ist. „Und dennoch sind die Jungs heiß darauf, die Klasse zu halten. Das Training verlief bestens und ich habe ein gutes Gefühl, dass wir es mit dieser Mannschaft schaffen werden.“

Seinen ersten Auftritt als Trainer bei einem Punktspiel in der Dritten Liga wird er am heutigen Mittwochabend haben. Dann ist um 19 Uhr die Bundesligareserve des VfB Stuttgart zu Gast. „Keine einfach Aufgabe“, weiß auch Co-Trainer Cem Efe. „Das ist eine sehr spielstarke Mannschaft mit gut ausgebildeten Spielern. Die haben wir allerdings auch.“ Und Efe findet auch die richtigen Worte, wenn es um die nötige Motivation seiner Männer geht. „Wir haben mächtig auf die Schnauze bekommen und müssen nun aufstehen. Jammern hilft nicht“, bekräftigt er.

Eigentlich muss er das seiner Mannschaft aber auch gar nicht sagen, denn im Team macht sich trotz aller Querelen Optimismus breit. „So ist eben das Fußballgeschäft“, sagt Mittelfeldakteur Christian Groß. „Schließlich geht es um unseren Verein. Und da werden wir kämpfen bis zum Schluss. Die Klasse muss unbedingt gehalten werden – alles andere wäre nicht unser Anspruch.“

Wer sein Team letztlich bis zum Saisonende als Trainer begleitet, steht indes noch in den Sternen. Civa darf mit seiner Trainerlizenz die Mannschaft nur 15 Werktage lang führen. „Wir wollen die Entscheidung über einen neuen Coach dem neu zu wählenden Gremium überlassen“, sagt Horlitz. „Schließlich soll es einer sein, mit dem wir für die nächsten zwei, drei Jahre planen können.“ Die ersten Anfragen seien schon da.

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