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  • 28.03.2013

Einigung mit Walter-von Gierke Spekulationen um Beutel als neuen Geschäftsführer

Fußball-Drittligist SV Babelsberg 03 und sein Ex-Vorstandsmitglied Frank Walter-von Gierke haben am gestrigen Mittwoch ihre Auseinandersetzungen beigelegt. Das teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit. „Es waren lange, harte und konstruktive Verhandlungen mit einer für den Verein am Ende guten Nachricht vor Ostern“, sagte anschließend der neue SVB-Vizepräsident Immo von Fallois den PNN. Walter-von Gierke, der in der vergangenen Woche unter anderem die „Feststellung der Nichtigkeit der Mitgliederversammlungen vom April 2012 und März 2013“ gefordert hatte, zieht laut SVB-Mitteilung seine Klage auf Feststellung der Nichtigkeit von Vereinsbeschlüssen beim Amtsgericht Potsdam ebenso zurück wie seinen Antrag auf Bestellung eines Notvorstandes beim Vereinsregister. Im Gegenzug will die neue Vereinsführung ihre in der Presse gemachten kritischen Aussagen gegenüber Walter-von Gierke zurücknehmen. „Die Begriffe des Nachtretens und des juristischen Störfeuers waren überzogen, und dafür will sich der Vorstand in aller Form entschuldigen“, erklärte von Fallois. Und: „Jetzt können wir die anstehenden wichtigen Themen weiter beschleunigen.“

Dazu gehört die Bestellung eines neuen Sport-Managers, nachdem der bisherige Geschäftsführer und im Vorstand für Sport zuständige Klaus Brüggemann kürzlich beurlaubt worden war (PNN berichteten). Zur Spekulation der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch, mit Stephan Beutel (46) könne der Ex-Manager Rot-Weiß Erfurts, des FC St. Pauli und Hansa Rostocks neuer SVB-Geschäftsführer werden, wollte sich von Fallois gestern nicht äußern. „Es wäre unseriös, etwas zu sagen, ehe beide Seiten Verträge unterschrieben haben“, so der Vizepräsident.

Mit Brüggemann, erklärte Immo von Fallois, wolle sich der SVB möglichst außergerichtlich auf einen Vergleich einigen. Der Berliner, der seit August 2011 Geschäftsführer des Drittligisten war, hatte noch einen Vertrag bis 2014. Er war für viele Fans vor allem nach der überraschenden Beurlaubung des Trainers Dietmar Demuth regelrecht zum Feindbild avanciert und wurde am 10. März vom neuen Vorstand um Dieter Wiedemann mit sofortiger Wirkung von all seinen Tätigkeiten beim SVB freigestellt. „Um dem Verein zu helfen, hätte ich freiwillig auf viel Geld verzichtet – wenn die gegen mich erhobenen Beschuldigungen seitens des Vorstandes öffentlich zurückgenommen worden wären“, sagte Brüggemann der „Märkischen Allgemeinen“. Da dies nicht erfolgt sei, habe er entsprechende Unterlassungserklärungen und Klagen versenden lassen. Nulldrei-Präsident Wiedemann hatte die Trennung vom 53-Jährigen unter anderem damit begründet, dass nicht alle von Brüggemann für den SVB 03 geschlossenen Verträge zugunsten des Vereins ausgefallen seien. Außerdem habe Brüggemann drei Fans angezeigt, ohne den Vorstand rechtzeitig zu informieren. M. M.

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