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  • 25.02.2013

Verbaler Schlagabtausch nach frühzeitiger Spielabsage

Sperrung des Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadions durch den SVB 03 erbost Turbine-Verantwortliche

Verbaler Schlagabtausch zwischen Verantwortlichen des Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam und des Fußball- Drittligisten SV Babelsberg 03: Am Freitagmittag hatte die Platzkommission des Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadions entschieden, über die Zulassung oder Absage des für Sonntag angesetzten Bundesligaspiels Turbine – FCR Duisburg am Sonntagmorgen zu entscheiden (PNN berichteten). Am Samstagvormittag aber sperrte SVB-Geschäftsführer Klaus Brüggemann das Stadion und informierte Turbine per E-Mail darüber.

„Die Art und Weise der Kommunikation und auch der Entscheidungsfindung zeigt den tatsächlichen Umgang des SVB gegenüber unserem Verein. Dies ist für uns nicht nachvollziehbar“, erklärte daraufhin per Pressemitteilung Turbines Geschäftsführer Mathias Morack, der darauf hinwies, dass an der Platzbegehung tags zuvor auch Vertreter des SVB beteiligt gewesen seien. Und Turbine-Trainer Bernd Schröder grollte: „Die Art und Weise, wie ein Angestellter eines Vereins wie Herr Brüggemann mit einer kollektiven Entscheidung mehrerer Fachleute umgeht, zeigt die Kopflastigkeit eines Traditionsvereins wie des SV Babelsberg 03 und den hohen Grad an praktizierter Ignoranz eines Mannes, dem ich jeglichen Gedanken eines gemeinschaftlichen und sachlichen Miteinanders abspreche.“

Vorwürfe, denen Brüggemann am Sonntag auf der Homepage des SVB widersprach. „Hiermit möchte ich feststellen, dass die Anschuldigungen und Diffamierungen gegen meine Person polemisch sind und sich nicht auf Faktenlagen stützen.“ Die Vertagung der Entscheidung über das Spiel sei als Kompromiss vereinbart worden. „Nachdem sich in der Nacht zu Samstag die Wetterlage aber nochmals verschlechtert hat, sind wir unserer Verpflichtung nachgekommen und haben den Platz sperren müssen“, so der Geschäftsführer. Die Sperrung sei erfolgt, um nachhaltige Schäden am Rasen zu vermeiden und um somit der Verantwortung für den Erhalt des Platzes nachzukommen. „Wir haben Turbine die Sperrung bereits am Samstag mitgeteilt, um den Verantwortlichen die Planung für den Folgetag zu erleichtern“, erklärte Brüggemann. Maßgeblich seien die DFB-Richtlinien über die Bespielbarkeit von Sportplätzen vom 4. Februar 2006 gewesen. Brüggemann: „Babelsberg 03 und insbesondere mir, aus anscheinend persönlichen Gründen, Willkür zu unterstellen ist unsportlich und populistisch. Es wäre schön, wenn man sich in Zukunft wieder im Sinne der Sportstadt Potsdam und der gebotenen sportlichen Fairness auf eine anständige und konstruktive Zusammenarbeit besinnt.“ M. M.

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