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  • 25.02.2013
  • von Michael Meyer

Koch wirbt um Vertrauen für Wiedemann Mitgliederversammlung des SVB am 12. März geplant

von Michael Meyer

Voraussichtlich am Dienstag, dem 12. März, wird die Mitgliederversammlung des Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03 neue Mitglieder für den Aufsichtsrat des Vereins nachwählen, der nach dem Rücktritt Wolfgang M. Sachers Ende vergangener Woche auf fünf Mitglieder geschrumpft ist. Sechs Mitglieder sind laut SVB-Satzung vorgeschrieben, „aber wir sind weiter handlungsfähig“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Guido Koch. „Ich habe mich rechtlich kundig gemacht, dass wir weiterarbeiten können mit der Maßgabe, dass innerhalb zweier Monate Nachwahlen durch die Mitgliederversammlung stattfinden.“

Auf der Zusammenkunft am 12. März will auch der neue Vorstandsvorsitzende Dieter Wiedemann den Mitgliedern sein neues Führungsgremium vorstellen, das in Kürze vom Aufsichtsrat bestätigt werden soll. „Ich bin gern bereit, den Vorschlägen Professor Wiedemanns zu folgen“, erklärt Koch. „Diesen Vertrauensvorschuss muss man dem Vorsitzenden einfach geben.“ Er selbst wolle das gern tun, so der Aufsichtsratschef, „denn dieses Vertrauen braucht er, um mit seinem Team optimal arbeiten zu können“. Zu Wiedemanns neuem SVB-Vorstand gehören sollen Professor Götz Schulze – an der Uni Potsdam Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Europäisches Privatrecht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht und Rechtsvergleichung –, SVB-Geschäftsführer Klaus Brüggemann, Bombardier-Unternehmenssprecher Immo von Fallois, der im vergangenen Dezember zurückgetretene SVB- Schatzmeister Hendrik Woithe, das derzeitige Aufsichtsratsmitglied Christian Lippold und erstmals zwei Frauen. „Der Vorstand“, so Koch, „hat gute Ideen und ein Konzept. Das muss er jetzt umsetzen, die Ergebnisse muss man abwarten.“

Da Wiedemann als Ex-Rektor der Babelsberger Filmhochschule in den vergangenen Wochen durch die Berlinale zeitlich eingeschränkt war und dem Aufsichtsrat seine Vorschläge erst Anfang vergangener Woche präsentierte, will Guido Koch den neuen Vorstand von seinen Aufsichtsratskollegen durch ein sogenanntes Umlaufverfahren, also ohne persönliche Vorstellung der einelnen Mitglieder, bestätigen lassen. Dies nahm Sacher, Geschäftsführer des Express- und Kurierdienstes „Go“, offiziell zum Anlass für seinen Rücktritt. „Das Umlaufverfahren ist laut Geschäftsordnung des Aufsichtsrates nicht illegitim“, sagt Koch. „Als wir die Geschäftsordnung Mitte vergangenen Jahres verabschiedeten, hat ihr übrigens auch Herr Sacher zugestimmt.“ Michael Meyer

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