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  • 07.02.2013
  • von Michael Meyer

Immer noch in Potsdam daheim

von Michael Meyer

Duell am Babelsberger Park. Anton Müller (rechts), hier im Zweikampf mit Matthias Kühne, konnte mit dem Halleschen FC das Drittliga-Hinspiel beim SVB mit 1:0 gewinnen und will auch im Rückspiel am Samstag alle drei Punkte. Foto: Jan Kuppert

Anton Müller empfängt mit dem Fußball-Drittligisten Hallescher FC am Samstag den SV Babelsberg 03

Anton Müller ist immer noch in Potsdam zu Hause. Er wohnt mit seiner Familie am Luisenplatz, Tochter Gisele besucht inzwischen die 1. Klasse einer Potsdamer Schule, die drei Jahre jüngere Aurelie eine Kindertagesstätte. „Wir fühlen uns hier in Potsdam einfach sehr wohl“, sagt Müller. „Und einen anderthalbstündigen Arbeitsweg haben auch andere.“

Sein Arbeitsweg führt Anton Müller von Potsdam nach Halle. Dort steht der 29-Jährige beim Fußball-Drittligisten Hallescher FC unter Vertrag, der am Samstag den SV Babelsberg 03 empfängt. „Natürlich freue ich mich schon riesig auf dieses Spiel“, gesteht der Mittelfeldkicker, der von 2009 bis 2011 für Babelsberg die Töppen geschnürt hatte, ehe er – auch angesichts des damals drohenden finanziellen Kollaps des SVB – zum Regionalligisten HFC wechselte. Mit dem stieg er in der vergangenen Saison auf, mit dem gewann er anschließend Ende August das Hinspiel am Babelsberger Park mit 1:0 (0:0). Nun steht das Rückspiel an, „in dem wir natürlich auch die drei Punkte wollen“, erklärt Müller. „Wir haben Respekt vor Babelsberg, aber keine Angst.“

Die Hallenser können am Samstag mit breiter Brust im heimischen Erdgas-Sportpark auflaufen, der auf dem Grund des alten Kurt-Wabbel-Stadions neu errichtet und im September 2011 eröffnet wurde. „Dieses Stadion ist wirklich echt toll“, schwärmt Anton Müller, dem am Sonntag mit seiner Mannschaft auch ein beachtlicher 3:1-Sieg beim Tabellensechsten SpVgg Unterhaching gelang. Der in der Winterpause vom Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Timo Furuholm (71.), Nils Pichinot (79.) und Steven Ruprecht per Handelfmeter (75.) trafen dabei für die Gäste, nachdem Tobias Schweinsteiger Unterhaching mit einem Foulelfmeter in Führung geschossen hatte (57.). Der Hallesche FC rückte mit diesem Erfolg vom 18. auf den 16. Tabellenplatz vor, während der SVB 03 auf Halles bisherigen Rang und damit in den Abstiegskeller rutschte. „Es war schön, nach zuletzt einem Punkt aus drei Spielen mal wieder zu gewinnen. Dadurch kehrt natürlich wieder mehr Ruhe in die Mannschaft und den Verein ein“, meint Müller. „Aber man muss immer hellwach sein. Es kann schnell mal nach oben gehen– aber auch nach unten.“

Das hatte auch Anton Müller selbst in dieser Saison erleben müssen. Nach dem Sieg in Babelsberg erlitt der beidfüßige Kicker mit der Rückennummer 10 bei der anschließenden 0:2-Heimniederlage gegen Preußen Münster schon nach einer knappen Viertelstunde einen Muskelfaserriss in der linken Wade, der ihn einige Zeit außer Gefecht setzte. „Ich musste fünf Wochen pausieren und mich anschließend natürlich erst einmal wieder in die Mannschaft kämpfen“, erinnert sich Müller, der so in dieser Saison auf insgesamt zwölf Punktspiele im HFC-Dress kam. Der gebürtige Berliner spielt vorrangig auf der offensiven Sechser-Position. „So wie zuletzt in Babelsberg, als dort Dominik Stroh-Engel auf die Zehn rückte“, sagt der Ex-Nulldreier. „Ich habe jetzt in der Winterpause eine gute Vorbereitung gespielt und bin wieder topfit.“

Das will er nun auch gegen den SVB zeigen. Wie auch sonst vor den Spielen wird Anton Müller vom Freitag zum Samstag in Halle übernachten, wo er für solche Fälle ein Zimmer hat. Am heutigen Donnerstag aber wird er sich– wenn nichts Außerplanmäßiges geschieht – nach dem Training wieder ins Auto setzen und zu seiner Nadine und den Töchtern heim nach Potsdam fahren.

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