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  • 28.01.2013
  • von Alexander Schlögel

Unnötige Niederlage

von Alexander Schlögel

Enttäuscht. Oliver Kragl hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Als er in der 49. Minute frei vorm Tor abzog, traf der 22-Jährige jedoch nur die Unterkante der Latte. Foto: imago/Jan Hübner

Der SV Babelsberg 03 unterlag im ersten Punktspiel des Jahres Wiesbaden mit 0:1

Auch im ersten Punktspiel im neuen Jahr setzen sich die aus der Hinrunde bekannten Babelsberger Probleme fort. Bei der 0:1-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden demonstrierte die Mannschaft einmal mehr, warum sie die wenigsten Tore der Dritten Liga geschossen hat und außerdem schwächste Auswärtsmannschaft ist. „Es war heute doppelt sch… für uns“, ließ der Babelsberger Trainer Christian Benbennek nach der Partie Dampf ab. „Wir verlieren das Spiel unnötig und mussten auch noch eine schwere Verletzung hinnehmen.“ So war das Konzept von Benbennek bereits nach zehn Minuten über den Haufen geworfen worden. SVB-Verteidiger Aaron Berzel erhielt den Ball bei einer Flanke von Alf Mintzel mit dem Vollspann unmittelbar ins Gesicht, taumelte dann und blieb auf dem Rasen liegen. Beim Aufprall hatte sich der 20-Jährige vermutlich eine Bänderverletzung erlitten, eine genaue Diagnose stand allerdings noch aus.

Die Hintermannschaft musste sich neu formieren, die Hessen nutzten die Konfusion aber sofort aus und kamen durch ihren Torjäger Zlatko Janjic nach einer Ecke von Mintzel zur Führung (12.). „Sergej Evljuskin hat es prima gemacht, dafür dass es seit langer Zeit sein erstes Spiel in der Innenverteidigung war“, so SVB-Kapitän Daniel Reiche. Die 1:0-Führung war bereits die zweite gute Möglichkeit für Wiesbaden, nachdem Jose Pierre Vunguidica den Ball an den Pfosten geknallt hatte (9.).

Nach dem Rückstand kamen die Filmstädter vor 2217 Zuschauern, die trotz eisiger Kälte bei minus fünf Grad ins Stadion gekommen waren, allerdings besser ins Spiel. Nur bei einem Schuss von Christian Essig, der Torwart Michael Gurski aus 16 Metern prüfte (16.), kam allerdings echte Torgefahr auf. Ansonsten war der SVB vor allem bei Standardsituationen viel zu harmlos.

Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Babelsberger gefühlt mehr Spielanteile. Bei einem Schuss von Oliver Kragl, der frei vor dem Tor auftauchte, wäre der Ausgleich zwingend fällig gewesen, der 22-Jährige traf aber nur die Unterkante der Latte (49.). „Der Ausgleich wäre sicher verdient gewesen für uns“, trauerte Benbennek der Chance hinterher. Auf der Gegenseite vergab Janjic mit einem Lattenkopfball die Vorentscheidung (65.), scheiterten auch Marcus Mann (69.) und Mintzel (87.) am gut reagierenden SVB-Torwart Frederic Löhe.

Die Angriffe der Potsdamer blieben hingegen weiter unentschlossen. „Die Mannschaft hat bis zum Schluss gefightet, aber wenn du auswärts solche Chancen bekommst, musst du sie auch effektiver nutzen“, lautete das Fazit von Benbennek. „Wir müssen zwingender werden und die Torchancen besser nutzen“, fand auch SVB-Mittelfeldspieler Philipp Kreuels. Anders die Gemütslage bei den bisherigen Remis-Königen (13 Unentschieden) der Liga. „Für uns spielte das Ergebnis die entscheidende Rolle“, sagte SVW-Trainer Peter Vollmann.

Babelsberg: Löhe; Kühne, Berzel (10. Groß), Reiche, Touré; Evljuskin, Hartmann; Essig (72. Heil), Kreuels, Kragl; Albrecht (60. Göttel).

Wehen: Gurski; Schimmel, Wiemann, Döringer, Bieler; R. Müller; Ivana, (62. Zieba), Vunguidica (60. Mann), Janjic (90. Christ), Mintzel; Stroh-Engel.

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