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SV Babelsberg 03

  • 16.12.2012
  • von Ingmar Höfgen und Peter Könnicke

Babelsberg 03: SVB-Chef lässt Fragen offen

von Ingmar Höfgen und Peter Könnicke

Thomas Bastian ist Vorstandsvorsitzender des Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03. Foto: Manfred Thomas

Thomas Bastian bedauert Schatz-Rücktritt und kündigt für Montag eine Erklärung an

Potsdam – Der Vorstandsvorsitzende des Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03 Thomas Bastian kann den Rücktritt von Friedhelm Schatz als Aufsichtsratschef „nachvollziehen. Ich bedauere ihn sehr“, sagte er gestern auf Nachfrage von Potsdam am Sonntag. Schatz war am Freitag nach knapp 18 Monaten an der Aufsichtsratsspitze des Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03 zurückgetreten.
Schatz begründete seinen Schritt mit dem Einfluss von „Kapitalgebern“ auf die Ausrichtung des Vereins. „Wenn dabei Spielregeln von außen aufgestellt werden, in diesem Fall von der kapitalgebenden Seite, die umfassend in meine geplante Handlungsfähigkeit eingreifen, ziehe ich die Konsequenzen“, erklärte Schatz am Freitag.

Bastian kündigte für den kommenden Montag, an dem noch mehrere Gespräche anstünden, eine Erklärung an. Keine Antwort gab er auf die Frage, ob er davon ausgeht, danach weiterhin Vorstandsvorsitzender des Vereins zu sein. Nach Schatz´ Rücktritt sind nach Informationen der Potsdamer Neuesten Nachrichten auch weitere Rücktritte von Mitgliedern des Vorstandes nicht auszuschließen, selbst über Bastians wurde spekuliert.

Nach PNN-Informationen stehen Schatz’ und mögliche weitere Rücktrittserklärungen im Zusammenhang mit dem Engagement der Deutschen Kreditbank. Die DKB ist finanzkräftigster Geldgeber des Vereins und hatte den Drittligisten im vergangenen Jahr mit einer Bürgschaft über 1,4 Millionen Euro die Lizenz gerettet. Dem Vernehmen nach will die DKB nunmehr ihr finanzielles Engagement erhöhen und zudem weitere Sponsoren mitbringen, macht im Gegenzug aber einen größeren Einfluss auf die Entwicklung des Vereins geltend.

Der Verein bestritt dies am Samstag auf seiner Internetseite. Geplant sei, gewährte DKB-Darlehen in Genussscheine umzuwandeln. Eingriffe in das operative Geschäft seien weder möglich noch durch die Bank gewünscht. Dadurch, erklärte Bastian auf Nachfrage, werde eine Eigenkapitalunterdeckung vermieden, die der DFB mit Geldstrafe oder Punktabzug bestrafen könnte.

 


 

Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der Montagausgabe der Potsdamer Neuesten Nachrichten.

 


 

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