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  • 30.11.2012
  • von Michael Meyer

Kreuels darf endlich wieder kicken

von Michael Meyer

Wieder am Ball. Philipp Kreuels (l.) steht nach vier Spielen Sperre am Samstag im Heimspiel des SV Babelsberg 03 gegen den Chemnitzer FC wieder auf dem Platz – wenn der nicht gesperrt wird. Hier behauptet er im Hinspiel in Chemnitz das Leder gegen Maik Kegel. Foto: Jan Kuppert

Nach vier Spielen Sperre ist der Spiritus rector des SV Babelsberg 03 am Samstag gegen Chemnitz wieder dabei – wenn die Partie angepfiffen wird

Philipp Kreuels fühlt schon ein gewisses Kribbeln in den Füßen. Vier Spiele musste der Mittelfeldregisseur des Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03 zwangspausieren, nachdem er Anfang November im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers (1:0) zuerst das entscheidende Tor erzielt und dann kurz vor der Pause die Rote Karte gesehen hatte. „Ich freue mich, dass ich endlich wieder spielen kann“, sagt der 27-Jährige vor dem Heimspiel am Samstag gegen den Chemnitzer FC, mit dem der SVB in die Rückrunde der Saison startet. Ob die Partie angesichts der kräftigen Regenfälle am Donnerstag morgen um 14 Uhr wirklich angepfiffen werden kann, soll sich heute um 10.30 Uhr entscheiden. Dann kommt die Platzkommission des SVB zur Begutachtung des Rasens zusammen. „Zu 90 Prozent werden wir spielen“, sagte Babelsbergs Geschäftsführer Klaus Brüggemann am Donnerstagnachmittag.

Auch Kreuels hofft, dass morgen gegen Chemnitz gekickt wird. „Das waren schreckliche Wochen für mich, in denen ich mich im Training fit hielt, den Spielen aber nur zuschauen konnte“, meint der im Sommer vom Regionalligisten VfL Wolfsburg II an den Babelsberger Park gewechselte Rheinländer mit dem Spitznamen „Pipo“, der sich als neuer Zehner zum wertvollen Spielmacher des momentanen Tabellen-13. mauserte, mit fünf Toren bislang treffsicherster Babelsberger in dieser Saison ist und auch viele weitere Treffer vorbereitete. Obwohl seine Mannschaft in den vier Partien ohne ihn sieben Punkte holte, ist Philipp Kreuels als Spiritus rector „eminent wichtig für unser Spiel“, sagt SVB-Cheftrainer Christian Benbennek. „Dass Pipo und auch Assimiou Touré nach seiner Rot-Sperre wieder zurück sind, ist sehr gut.“

Dafür müssen die Babelsberger morgen auf ihren Mannschaftskapitän und Abwehrchef Daniel Reiche verzichten, der am vergangenen Samstag daheim gegen Preußen Münster (1:0) seine fünfte Gelbe Karte kassierte. „Daniels Ausfall wiegt schwer, den muss die gesamte Mannschaft kompensieren“, erklärt Benbennek, der außerdem weiter ohne Torwart Daniel Zacher (Hand-Operation) und Benjamin Kauffmann (Muskelfaserriss) planen muss. „Chemnitz ist eine starke Truppe, gegen die jeder noch mehr arbeiten muss. Alle müssen am Samstag noch eine Schippe rauflegen, damit wir erfolgreich in die Rückrunde starten können.“

Zum Auftakt der Saison hatte der SVB in Chemnitz knapp mit 0:1 das Nachsehen. „Wir hatten damals schon genügend Möglichkeiten, um selbst zu gewinnen“, erinnert sich Philipp Kreuels, der mit seiner syrischen Frau Moriab inzwischen eine Vierzimmerwohnung am Berliner Hohenzollerndamm – knapp 20 Auto-Minuten vom Babelsberger Stadion entfernt – bezogen hat. „Mittlerweile hat unsere Mannschaft gut zusammengefunden, sind wir enger zusammengerückt. Und nachdem wir zu Hause schon mehrere Spitzenmannschaften schlagen konnten, muss jetzt auch ein Heimsieg gegen Chemnitz unser Anspruch sein.“

Sein eigenes Spiel will Kreuels wegen des Feldverweises vor vier Wochen nicht wirklich ändern. „Warum? Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, erklärt der Kicker. Er habe damals seinem Gegenspieler Marcel Ivanusa keinen Ellenbogencheck verpasst, wie es Schiedsrichter Christian Fischer aus Hemer sah. „Ich habe nur den Ball abgeschirmt. Da ich vorher aber schon einigen Stress mit dem Schiri hatte und sich mein Gegenspieler theatralisch fallen ließ, bekam ich Rot. Das war einfach zu hart.“

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