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  • 23.11.2012
  • von nbsp;Henner Mallwitz

Verschlafen und aufgewacht

von nbsp;Henner Mallwitz

Gut drauf. Zlatko Hebib, Abwehrspieler des SV Babelsberg 03, freut sich auf Preußen Münster. Das Rückspiel in der vergangenen Saison konnte er nur vom Krankenbett aus im Internetradio hören. Foto: Jan Kuppert

Nach der 1:3-Niederlage in Burghausen will der SVB 03 nun daheim gegen Münster gewinnen

Zlatko Hebib findet klare Worte. „Ich will die Null haben“, sagt der Abwehrspieler des SV Babelsberg 03. Das gelang zuletzt auch ganz gut. Bis auf’s Spiel in Burghausen am vergangenen Samstag. Mit 0:3 lagen die Nulldreier dort binnen kurzer Zeit zurück und sorgten durch das Tor von Christian Groß zehn Minuten vor Feierabend wenigstens noch für den Ehrentreffer. „Wie schon oft passiert, haben wir die ersten dreißig Minuten in Burghausen völlig verschlafen und wirklich dumme Gegentore kassiert“, sagt Hebib, der diesen Umstand auch in den mehreren langen Auswärtsfahrten begründet sieht. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann allerdings Charakter gezeigt und uns zuvor in der Kabine geschworen, Charakter zu zeigen. Unsere Chancen waren da. Wir haben zu wenig mitgenommen, uns aber gut verkauft.“

Darum soll es auch am morgigen Samstag gehen, wenn der aktuelle Tabellenzweite Preußen Münster zum Tabellen-14. an den Babelsberger Park kommt. Ein Spiel, auf das sich Hebib besonders freut. In der vergangenen Saison war der 21-Jährige, der Ende Dezember seinen 22. Geburtstag feiert, im Hinspiel noch nicht dabei. Am 17. August trennten sich beide Teams in Münster mit 1:1, Hebib kam erst im Oktober zu den Nulldreiern. Nur allzu gern hätte er im Februar dieses Jahres das Rückspiel mitbestritten, das die Babelsberger bei eisigen Temperaturen auf eigenem Rasen mit 0:2 verloren. Auf der Fahrt zum vorangegangenen Auswärtsspiel nach Saarbrücken war er jedoch erekrankt; das Fieber verursachte zudem eine Blutvergiftung, die im Krankenhaus behandelt werden musste.

Nun aber soll’s klappen: Zlatko Hebib, der mit sieben Jahren bei den Grasshoppers Zürich mit dem Fußballspielen begann und dort alle Jugendabteilungen durchlief, ist fit und besonders heiß auf das Spiel gegen den Traditionsverein aus Westfalen. Und er weiß um die Schwere der Aufgabe. Denn: Mit bislang 31 Toren gelten die Preußen unter Trainer Pavel Dotchev als das Team mit der stärksten Offensive. Aber auch die muss die Babelsberger Abwehr erst einmal durchbrechen. Denn bislang stand die Defensive recht ordentlich und ließ auf heimischem Terrain erst vier Treffer zu. „Aber es kommt nicht nur auf die Abwehrspieler an“, weiß Hebib. „Auch der Sturm ist sehr wichtig, um Akzente gegen eine solch torgefährliche Mannschaft wie Münster zu setzen.“

Und so wurde das Spiel in Burghausen dann auch schnell aus den Köpfen gestrichen: Wichtig, so Hebib, sei allein die Konzentration auf die kommenden Aufgaben. Und da kommen auf den SV Babelsberg 03 wieder einige Brocken zu. Nach dem schweren Heimspiel am Samstag empfängt der SVB eine Woche später den Chemnitzer FC, anschließend ist Darmstadt 98 Gastgeber für das Team um Trainer Christian Benbennek.

Den plagen auch im letzten Hinrundenspiel gegen Preußen Münster einige personelle Sorgen. Torwart Daniel Zacher ist nach einer Hand-OP noch immer nicht einsatzfähig, Benjamin Kauffmann soll noch geschont werden und Assimiou Touré sowie Philipp Kreuels sind rot-gesperrt. So lastet der Druck auf der restlichen Elf, doch von solchem will Hebib nichts wissen. „Die Einstellung muss stimmen“, sagt er. „Und die stimmt.“

Anpfiff ist am Samstag um 14 Uhr.

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