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  • 19.11.2012
  • von Alexander Nöbauer

Gerissene Serie

von Alexander Nöbauer

Antritt ohne Erfolg. Süleyman Koc (links) stand wieder in der Anfangsformation und zieht hier Moritz Moser davon. Die Niederlage seiner Babelsberger Mannschaft konnte auch er nicht verhindern. Foto: Christian Butzhammer

„Katastrophe“ von Burghausen beendet die gute Serie des SV Babelsberg 03

Die positive Serie ist gerissen. Nach dem Zwischenhoch mit vier Partien ohne Niederlage hatten die Babelsberger bei Wacker Burghausen überhaupt nichts zu melden. Mit 1:3 haben die 03er am Samstag an der Grenze zu Österreich verloren – und das Beste daran war noch das Ergebnis. Denn dieses hätte weitaus höher ausfallen können. „Das war eine Katastrophe. Vom Torwart bis zum Stürmer war das eine Frechheit“, fand Torhüter Frederic Löhe klare Worte.

Dass sich der Keeper mit einschließen muss, zeigte die achte Minute. Nach einem Schuss von Maxi Thiel fängt er den Ball sicher. Anschließend will er das Spiel schnell machen, sieht aber nicht, dass Burghausens Ahmet Kulabas herangestürmt kommt, um seinen Abschlag zu blocken. Vom Fuß des Wackerianers prallt der Ball ab, SVW-Stürmer Sahr Senesie schaltet am schnellsten und schiebt aus zehn Metern ein. „Aus der Bundesliga kenne ich es, dass das abgepfiffen wird. Aber ich muss auch die Augen aufmachen und sehen, dass da einer kommt“, übt Löhe Selbstkritik.

Allerdings war das bei Weitem nicht der einzige Bock der Babelsberger Hintermannschaft an diesem Nachmittag. Nur neun Minuten später rasieren Zlatko Hebib und Aaron Berzel Wackers Flügelflitzer Thiel im Strafraum. Nach kurzem Zögern entscheidet der gute Schiedsrichter Arno Blos auf Strafstoß – und der bundesligaerfahrene Youssef Mokhtari lässt sich diese Chance nicht nehmen. „Acht von zehn pfeifen den. Und er gehört halt dazu“, wollte 03-Kapitän Daniel Reiche nicht groß über die Entscheidung diskutieren.

In der 22. Minute dann auch noch das 3:0. Im Fünfer kann Daniel Reiche Heiko Schwarz nach einer Hereingabe von Thiel nicht entscheidend stören, der aus der vierten SVW-Chance das dritte Tor macht. Schon zur Halbzeit könnte es 6:0 stehen. „Wir waren nicht da, sind gar nicht ins Spiel gekommen“, analysierte Trainer Christian Benbennek. „Eigentlich war das Spiel nach 20 Minuten ja schon vorbei.“

Im zweiten Spielabschnitt kommen die Babelsberger besser in die Partie – aber nur, weil Wacker es zulässt. Selbst die Umstellung auf 4-4-2 nach 30 Minuten durch die frühe Einwechslung von Christian Essig hatte nicht wirklich gefruchtet. „Wir hatten dann mehr Ballbesitz, aber Wacker musst ja nichts mehr machen“, so der Coach. Bis zur ersten richtigen Chance der Babelsberger dauert es bis zur 80. Minute – und die war dann auch gleich drin. Der eingewechselte Kofi Schulz sieht Christian Groß, der in den Strafraum eindringt und aus kurzer Distanz den Ball ins kurze Eck hämmert. „Zum Schluss haben wir noch ein, zwei Chancen, kriegen aber das Ding nicht rein. Wir haben es nicht gut gemacht“, ärgerte sich Benbennek.

SV Babelsberg: Löhe; Opper (29. Essig), Hebib, Reiche, Kühne; Berzel; Groß, Evljuskin, Hartmann, Koc (74. Schulz); Hebisch (74. Lemke).

Wacker Burghausen: Vollath; Moser, Cinar, Aupperle, Schmidt; Eberlein, Mokhtari; Schwarz (63. Müller), Kulabas (78. Aschauer), Thiel; Senesie (46. Luz).

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