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  • 16.11.2012
  • von Michael Meyer

Bereit für Burghausen

von Michael Meyer

Torschütze gleich im ersten Spiel von Anfang an. Niko Opper traf in Erfurt und will mit dem Drittligisten SV Babelsberg 03 auch morgen in Burghausen punkten. Foto: Jan Kuppert

Niko Opper will mit dem SV Babelsberg 03 am Samstag auch an der österreichischen Grenze punkten

Niko Opper will mit dem SV Babelsberg 03 auch am Samstag ab 14 Uhr bei Wacker Burghausen punkten. Opper stand am Dienstagabend bei Rot-Weiß Erfurt erstmals in der Startelf des Fußball- Drittligisten und traf schon nach vier Minuten zur Nulldrei- Führung, ehe die Gastgeber Sekunden vor Ultimo noch das 1:1 schafften. „Das war wie eine gefühlte Niederlage, weil wir so noch zwei Punkte gelassen haben. Ich hoffe, in Burghausen klappt es besser“, sagt der Mittelfeldspieler, der im Sommer vom Regionalligisten Bayer 04 Leverkusen II zum SVB kam.

Während des Freundschaftsspiels Niederlande – Deutschland am Mittwochabend in Amsterdam hatte Niko Opper vorm Fernseher in Potsdam auch wieder Bilder aus seiner Jugend vor Augen. Er bestritt als Jugendkicker Bayer Leverkusens fünf Länderspiele mit Deutschlands U15 sowie drei mit der deutschen U17. Und bei der U17-Europameisterschaft 2009 im eigenen Land spielte Opper in der Vorrunde auch 90 Minuten gegen die Niederländer (2:0). „Daran musste ich jetzt unwillkürlich denken“, erzählt der heuer 20-Jährige. Und: „Damals in der U17 habe ich zusammen mit Mario Götze gespielt.“ Götze wurde inzwischen mit Borussia Dortmund zweifacher Deutscher Meister, kickt in der Champions League und ist nach der Partie in Amsterdam 20-facher Nationalspieler. Niko Opper backt derweil in der 3. Liga wesentlich kleinere Brötchen.

„So ist das halt. Man denkt darüber nach und versucht selbst, jeden Tag das Beste aus seiner Situation zu machen. Ich will es immer noch nach oben schaffen“, sagt Opper, der bei Nulldrei lange auf seine Chance warten musste. „In der Vorbereitung hatte ich eine Zerrung im linken Oberschenkel, die länger dauerte – dadurch musste ich mich erst einmal hinten anstellen“, erinnert er sich. Nach zwei Kurzeinsätzen in den Schlussminuten daheim gegen Alemannia Aachen (1:0) und bei der SpVgg. Unterhaching (1:0) schickte ihn Chefcoach Christian Benbennek nun in Erfurt gleich mit Spielbeginn auf den Rasen. „Es war ein schönes Gefühl und ich habe mich gefreut, dass mir der Trainer sein Vertrauen gab“, meint Niko Opper, der allerdings davon profitierte, dass Abwehrspieler Assimiou Touré nach der in Unterhaching kassierten Roten Karte drei Spiele zum Zuschauen verdammt ist. „Niko war schon oft nah dran am ersten Einsatz in der Startelf und hatte Assimiou in Unterhaching gut vertreten. Außerdem sah es im Training gut aus“, begründete Benbennek seine Entscheidung, Opper und nicht Matthias Rudolph in Erfurt aufzubieten.

Opper ist gelernter Sechser und Innenverteidiger und hatte auch bei seinen beiden Kurzeinsätzen auf der Position sechs vor der Abwehrreihe gespielt. In Erfurt rückte er auf die rechte Abwehrseite, „wo ich auch schon bei Bayer gespielt habe“, so der gebürtige Darmstädter, der als 15-Jähriger nach Leverkusen ging, wo er auch eine Ausbildung als Informatiker abschloss. „Das war jetzt also nichts wirklich Neues für mich.“ Da Touré auch am morgigen Samstag nicht spielen darf, will Christian Benbennek Niko Opper erneut einsetzen. „Burghausen ist eine ganz unangenehm zu bespielende Mannschaft. Wir müssen dort den Ball besser kontrollieren“, fordert der Trainer, der heute mit seiner Mannschaft knapp 700 Kilometer bis ins österreichische Ach fährt. Dort blicken die Babelsberger vom Hotel „Burgblick“ aus über die Grenze nach Burghausen, wo der SVB vor zwei Jahren 2:1 und in der vergangenen Saison 1:1 spielte. Neben Touré und dem ebenfalls weiter rot-gesperrten Philipp Kreuels fehlen auch Torwart Daniel Zacher und Mittelfeldmann Benjamin Kauffmann, die laut Benbennek bis Weihnachten pausieren müssen. Zacher wurde am Donnerstag an der Hand operiert, Kauffmann laboriert an einem Muskelfaserriss.

Niko Opper aber ist bereit. „Wir müssen in Burghausen unsere Konter besser ausspielen, dann ist dort auch ein Dreier drin“, sagt der Kicker, der im Potsdamer City-Quartier gemeinsam mit Klubkollege Kai-Fabian Schulz eine WG bildet und dessen Freundin Kathrin Hendrich Erstliga-Kickerin Bayer Leverkusens ist.

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