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  • 22.10.2012
  • von Ingmar Höfgen

Kein Tor, ein Punkt, ein Rang verbessert

von Ingmar Höfgen

Wieder keine Tore. Auch Christian Essig (links, hier gegen den KSC-Spieler Sebastian Schiek) konnte am Samstag gegen den Karlsruher SC vor heimischem Publikum kein Tor für die Blau-Weißen erzielen. Foto: Jan Kuppert

Drittligst SV Babelsberg 03 spielte 0:0-Unentschieden gegen den Zweitligaabsteiger Karlsruher SC

Aufregend war es nicht, Tore fielen auch nicht, dennoch machte sich nach dem 0:0 zwischen dem SV Babelsberg 03 und dem Karlsruher SC eine gewisse Erleichterung breit. Vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Nulldreier am morgigen Dienstag, bei der es neben Satzungsänderungen laut Einladung auch um „Aktualitäten im Verein” gehen soll, dürften sich die Diskussionen über den Fitnesszustand der Mannschaft, die Anfälligkeit bei gegnerischen Standards und unpassende Wechsel etwas beruhigt haben. Für all dies bot sich Kritikern am Samstag kaum Angriffsfläche. Als einen „ganz wichtigen Punkt für unsere Entwicklung“ und ein „Unentschieden, mit dem man so zufrieden sein kann“ verbuchte auch Nulldrei- Trainer Christian Benbennek nach dem Abpfiff den kämpferisch starken Auftritt seiner Fußballer, die damit sogar die Abstiegsränge der Dritten Liga wieder verlassen hatten.

Nulldrei ging gegen den Zweitliga-Absteiger engagiert und konzentriert zuletzt auf Nummer sicher – nach dem 2:5 in Offenbach vor zwei Wochen nur zu verständlich. Zunächst aber entdeckten auch die geradliniger spielenden Gäste aus Karlsruhe, die rund ein Drittel der 4357 Zuschauer ins Karl-Liebknecht-Stadion gebracht hatten, einige Lücken in der Nulldrei-Abwehr: Gaetan Krebs’ Schuss nach drei Minuten entschärfte Torwart Frederic Löhe, einen Kopfball des völlig freien Rouwen Hennings zischte eine Minute später knapp über die Latte. Und noch einmal atmeten viele Nulldrei-Fans tief durch, als Löhe einen Freistoß Hakan Calhanoglus, der genau aus Richtung der Sonne auf sein Tor flog (17.), parierte.

Die Gastgeber brachten gegen eine der stärksten Liga-Defensiven (nur neun Gegentore) wenig zustande. Die erste Chance für Babelsberg resultierte aus einer Kreuels-Ecke nach einer Viertelstunde: Sergej Evljuskins Kopfball strich knapp rechts am Tor vorbei. Noch zweimal wurde der Ball gefährlich in den KSC-Strafraum geflankt, Markus Müller flog aber jeweils knapp vorbei (24., 42.).

Zunehmend setzten beide Teams beim Spiel gegen den Ball ihren Schwerpunkt. In der Innenverteidigung der Nulldreier überzeugten Daniel Reiche und Zlatko Hebib auch gegen den eingewechselten Karim Benyamina. Nur noch zweimal musste Löhe in der zweiten Hälfte eingreifen. Selbst torgefährlich wurden die Nulldreier aber nicht mehr, auch wenn Koc und Hebisch als Einwechsler die Abwehr des KSC noch einmal beschäftigten, um vielleicht doch noch einen Überraschungs-Dreier zu landen. Da aber waren die Gastgeber schon durch eine Gelb-Rote Karte für Lennart Hartmann nach wiederholtem Foulspiel (74.) dezimiert. Den sprichwörtlichen Spatz in der Hand gaben sie dieses Mal aber nicht mehr her.

SVB: Löhe; Kühne, Hebib, Reiche, Touré; Evljuskin, Hartmann; Groß, Kreuels (83. Hebisch), Essig (65. Koc); Müller (76. Berzel).

KSC: Orlishausen; Schiek, Gordon, Mauersberger, Klingmann; Haas; Alibaz (60. Varnhagen), Krebs (78. Dulleck), Calhanoglu; van der Biezen (46. Benyamina), Hennings.

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