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  • 12.10.2012
  • von Michael Meyer

Elfmeterschießen zufällig geübt

von Michael Meyer

Wieder zurück. Daniel Zacher, der vor drei Jahren in Luckenwalde zwei Elfmeter hielt, steht nach seiner Verletzung beim SV Babelsberg 03 wieder bereit. Foto: Jan Kuppert

Fußball-Drittligist SV Babelsberg 03 ist am Sonntag beim Oberligisten FSV 63 Luckenwalde in der Favoritenrolle

War es ein Wink der Fußballgöttin? Drei Tage vor dem Achtelfinalspiel im Krombacher-Landespokal beim Oberligisten FSV 63 Luckenwalde übte Fußball-Drittligist SV Babelsberg 03 am Donnerstag im Training eher zufällig das Elfmeterschießen. Zum Abschluss der Vormittags-Einheit gab es ein Spiel Rot gegen Blau, das nach zweimal 20 Minuten 1:1 stand, so dass ein Elfmeterschießen her musste. Nach je drei Torschützen hieß es 3:3, erst beim 7:6 für Rot war Schluss. Am Sonntag will es Nulldrei im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion nicht bis zum Duell vom Strafstoßpunkt kommen lassen. Doch der SVB sei gewarnt: Im Oktober 2009 trat er im Landespokal ebenfalls als Favorit beim vom Babelsberger Ingo Nachtigall trainierten FSV 63 Luckenwalde an und konnte sich bei Torwart Daniel Zacher bedanken, dass der nach einem 0:0 nach Verlängerung mit zwei gehaltenen Elfern Babelsbergs Weiterkommen sicherte.

„Mit einem eventuellen Elfmeterschießen beschäftige ich mich nicht“, sagt Frederic Löhe, der am Sonntag das Babelsberger Tor hüten wird. „Wir wollen in Luckenwalde ein ordentliches Spiel abliefern und in 90 Minuten alles klarmachen.“ Natürlich habe die 2:5-Niederlage am letzten Samstag in der Liga bei Kickers Offenbach an ihm genagt, gesteht der 24-Jährige. „Es ist schon hart und bitter, wenn man innerhalb von 20 Minuten vier Dinger reinbekommt.“ Das sei aber abgehakt. „Wir schauen jetzt nach vorn.“

Das verlangt auch SVB-Trainer Christian Benbennek. Nach der klaren Niederlage in Offenbach „waren wir alle enttäuscht und wütend“, sagt der 39-Jährige. „Das 2:5 war vom Ergebnis her ein Desaster, aber wir haben die letzte halbe Stunde dort aufgearbeitet.“ Da Nulldrei bei vier Kickers-Standards Gegentore kassierte, „haben wir daran unter der Woche zusätzlich gearbeitet“, erläutert der Coach. Auch der Oberliga-Zweite Luckenwalde hatte am Wochenende bei seinem 6:1-Heimsieg über den Brandenburger SC Süd 05 seine Tore meist nach Eckbällen erzielt; je zweimal trafen dabei Henry Haufe und Christian Hanne. „Trotz der sechs Luckenwalder Tore und unserer fünf Gegentreffer sind wir am Sonntag klarer Favorit“, erklärt Benbennek. Seine Truppe habe sich im Landespokal bislang keine Blöße gegeben, „und das soll so bleiben. Daher wären nur ein Prozent Lässigkeit oder Überheblichkeit fehl am Platz“, meint der Coach, der im Landespokal mit der gleichen Mannschaft wie zuletzt in Offenbach antreten will.

„Keine Experimente“, lautet Benbenneks Devise. „Hätten wir einen guten Lauf und eine erfolgreiche Serie, dann könnten wir im Pokal wechseln. So aber muss sich die Mannschaft in Luckenwalde zurückgewinnen, um auch eine Woche später in der Liga gegen Karlsruhe erfolgreich sein zu können.“ Daher dürfte links in der Abwehr wieder Assimiou Touré beginnen, der dort zuletzt Matthias Rudolph verdrängt hatte. Und auch Stürmer Oliver Heil, der in der 1. Pokalrunde beim 3:0 bei Schwarz-Rot Neustadt alle drei SVB-Tore erzielte, dürfte übermorgen zunächst auf der Bank Platz nehmen. Personell kann Benbennek aus dem Vollen schöpfen: Bis auf Benjamin Kaufmann (Sehnenriss) sind alle Mann an Deck. Auch Lennart Hartmann und die beiden Langzeitverletzten Julian Prochnow und Daniel Zacher stehen wieder im Mannschaftstraining.

„Ich habe meinen Innenbandriss im linken Fuß gut auskuriert und bin wieder topfit, durch meinen persönlichen Fitnesstrainer sogar fitter als vor der Verletzung“, sagt Torwart Zacher, der sich noch gut an das letzte SVB-Gastspiel in Luckenwalde erinnert und erklärt: „Wenn ich gebraucht werde, stehe ich bereit. Ich stelle aber erstmal keine Ansprüche.“ Im Training am Donnerstag hielt er den letzten Elfer.

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