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  • 27.09.2012
  • von Thomas Stein

„Hässlichen Punkt“ redlich verdient

von Thomas Stein

Dem Fußball-Drittligisten Babelsberg 03 fiel die Heimreise aus Dortmund leichter

Spieler und Trainer wirkten nach dem Abpfiff so entspannt wie wohl noch nie nach einem Auswärtsspiel in dieser Bundesligasaison. Minutenlang genossen die Fußballer des Drittligisten SV Babelsberg 03 am Dienstagabend im Stadion Rote Erde das 0:0 und feierten noch im Schatten des großen Dortmunder WM-Stadions mit den rund 50 aaus Potsdam mitgereisten Fans.

„Endlich ist uns das lang ersehnte Erfolgserlebnis auf einem fremden Platz gelungen“, sagte Offensivgestalter Philipp Kreuels strahlend. „Mit diesem ersten Zähler im Gepäck fällt die lange Heimreise um Vieles leichter.“ Auch Babelsbergs Trainer Christian Benbennek hatte es nicht sonderlich eilig nach dem Abpfiff: „Wir alle sind heilfroh, dass wir auswärts etwas geholt haben, jetzt müssen wir im Heimspiel gegen Saarbrücken auch wieder vermehrt spielerische Akzente setzen.“

Zumindest aus kämpferischer Sicht brauchen sich die Babelsberger keinerlei Sorgen um den Klassenverbleib zu machen. Lediglich in der Anfangsphase hatten die Gäste am Dienstagabend gegen die Reserve des Deutschen Meisters einen schweren Stand. Trainer Benbennek anaalysierte später: „Wir haben einige Zeit gebraucht, die richtigen Abstände für ein konsequentes Zweikampfverhalten zu finden.“ Die Dortmunder erspielten sich zwar die deutlich klareren Chancen, doch die Gäste aus Babelsberg hatten sich dennoch den, so Benbennek, „hässlichen Punkt“ am Ende redlich verdient.

Mit der Einwechselung von Markus Müller und Aaron Berzel kam nach dem Seitenwechsel noch mehr Sicherheit ins Spiel des SVB. „Mit dem neuen Selbstvertrauen sollten wir jetzt auch am Samstag gegen Saarbrücken befreiter aufspielen“, so Offensivverteidiger Assimiou Touré. „Wir wollen auch im dritten Spiel in Folge punkten und in der Tabelle möglichst schnell unten rauskommen.“

Die Chancen stehen bei diesem Vorhaben nicht einmal so schlecht. Gegen die technisch gut ausgebildete U 23 aus Dortmund hatten die Babelsberger nur 25 Minuten lang Mühe. Dann aber setzten Spieler wie Touré, Oliver Kragl oder Philipp Kreuels mehr und mehr Akzente im Spiel nach vorn. Aber nicht zuletzt auch die Hintermannschaft stand gut, so dass Dortmunds Trainer David Wagner ebenfalls von einem gerechten Remis sprach. Doch für Babelsberg ist dieses 0:0 allemal mehr wert als für die „schwarz-gelben“ Westfalen. Thomas Stein

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