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  • 25.09.2012
  • von Michael Meyer

Väterlicher Beistand für den Torwächter

von Michael Meyer

Frederic Löhe spielt mit dem Fußball-Drittligisten SV Babelsberg 03 heute bei Borussia Dortmund II

In Frederic Löhes Familie werden am heutigen Dienstag wieder alte Rituale gepflegt. Während der Torwart des SV Babelsberg 03 ab 19 Uhr im Punktspiel bei Borussia Dortmund II zwischen den Pfosten agiert, wird ihm sein Vater Walter auf der Tribüne die Daumen drücken. Seine Mutter Jutta aber will lieber mit Golden-Retriever-Hündin Aby daheim in Nümbrecht östlich Kölns spazieren gehen. „Meine Mutter hat mich in der Jugend zu all meinen Spielen erst nach Köln und später nach Mönchengladbach gefahren, aber seit ich 15 bin, guckt sie nicht mehr zu, weil sie es zu aufregend findet“, erzählte Löhe, der gestern Nachmittag mit Babelsberg nach Dortmund reiste und dort heute neben seinem Vater auch zahlreiche weitere persönliche Schlachtenbummler erwartet. „Zehn bis 15 Freunde haben sich schon angekündigt“, so der 24-Jährige, der im Sommer von Borussia Mönchengladbach II zum SVB gewechselt war. Ob sein Bruder Michael (31), der ihn auch schon im Babelsberger Stadion anfeuerte, ebenfalls kommen kann, war gestern noch offen.

Unabhängig davon will Frederic Löhe heute gegen die U23 des Deutschen Fußball-Meisters seinen Kasten möglichst ebenso sauber halten wie am Samstag beim 1:0-Heimsieg gegen Alemannia Aachen, als der Torwächter den Nulldreiern mit mehreren Klasse-Paraden die drei Punkte sicherte. „Es war toll, dass wir die englische Woche mit so einem Sieg beginnen konnten – da fährt man mit ganz anderen Gefühlen nach Dortmund“, erklärte der 1,93-Meter-Mann. „Nun ist es aber auch wichtig, dass wir in Dortmund nachwaschen und dort ebenfalls punkten, um am Samstag dann Saarbrücken mit breiter Brust empfangen zu können.“

Darauf hofft auch SVB-Trainer Christian Benbennek. „Wir haben jetzt die große Chance nachzulegen“, meinte der Coach . „Dafür müssen wir aber am Dienstag genauso engagiert und aggressiv auftreten wie gegen Aachen. Wir treten in Dortmund mit Selbstvertrauen an, aber in dieser Liga kann jeder jeden schlagen – das gilt auch für Borussias U23, obwohl die mit vier Punkten Abstand zu uns Tabellenletzter ist. Die hat sehr gut ausgebildete und hochtalentierte Spieler, die uns alles abverlangen werden.“ Bis auf Christian Essig (Aufbautraining), Daniel Zacher und Julian Prochnow (beide Reha) kann Benbennek heute personell aus dem Vollen schöpfen.

Frederic Löhe freut sich schon auf das Stadion Rote Erde. „Es ist immer etwas Besonderes, sich in einer Kabine des Dortmunder Signal Iduna Parks umzuziehen, ehe man zum Nebenstadion geht. Ich habe dort mit früheren Mannschaften schon mehrmals gespielt und auch schon gewonnen.“ Das will der Keeper heute möglichst auch mit dem SVB 03. Michael Meyer

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