Wagt den Spagat. Philip Krell ist neuer Leiter der Geschäftsstelle des Handball-Regionalligisten VfL Potsdam, will aber weiter leistungsorientierten Sport betreiben. Foto: Olaf Möldner
Potsdams Triathleten sind am Sonntag in Düsseldorf bei drei Wettkämpfen im Einsatz
Beim ersten Wettkampf der neuen Bundesligasaison unterstrichen die Männer des Vereins Triathlon Potsdam vor einigen Wochen ihren Anspruch auf einen Podestplatz. In Darmstadt wurden sie gemeinsam mit dem TV Buschhütten Erster und wollen nun alles daransetzen, die Führung zu verteidigen. In Düsseldorf steht am Sonntag der nächste Wettkampf an – und dieser steht auch den Bundesliga-Frauen und dem Nachwuchs des Vereins bevor. „Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte haben wir mit Buschhütten die Führung übernommen, und an dieser wollen wir festhalten“, sagt Trainer Ron Schmidt, der sich mit seinem Team einen Podestplatz am Rhein fest vorgenommen hat.
Ausgerechnet in diesem wichtigen Rennen muss er wegen einer Erkrankung auf Franz Löschke als einen der wichtigsten Leistungsträger verzichten. Und so ruhen die Hoffnungen auf Christian Prochnow, Philipp Krell, Niclas Bez als Junior der Potsdamer Triathleten und Kilian Fladung. Während Bez seinen Bundesligaeinstand gibt, kann man die restlichen drei Athleten getrost zu den „alten Hasen“ zählen. Aber auch Bez kann bereits auf Erfolge verweisen: Bei der U 23 wurde er in Darmstadt Siebter und ist zudem Deutscher Meister mit der Mannschaft. Philip Krell ist indes seit dieser Woche Leiter der Geschäftsstelle des 1. VfL Potsdam und versucht nun, einen Spagat zwischen Beruf und leistungsorientiertem Sport zu schaffen. In Darmstadt wurde er Zehnter bei den Männern.
In Düsseldorf steht diesmal nicht die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) auf dem Programm, sondern die kurze Sprintdistanz. 750 Meter sind zu schwimmen, anschließend 20 Kilometer auf dem Rad zu meistern, bevor es auf die Laufstrecke über fünf Kilometer geht. Am Düsseldorfer Landtag und im Stadthafen wird sich das Ganze abspielen. „Für die Zuschauer ein sehenswerter Citykurs, für die Athleten eine anstrengende Strecke, weil sie sehr kurvenreich ist und immer wieder über eine Brücke führt“, weiß Ron Schmidt aus Erfahrung.
Die Frauen des Potsdamer Triathlonvereins backen etwas kleinere Brötchen: In Düsseldorf gehen sie ebenfalls über die Sprintdistanz mit Suse Werner, Sabrina Schulz,Carolin Lehrieda und Caroline Stut an den Start. In Darmstadt kam das Team auf den fünften Platz – und dies ist auch das Saisonziel. „In Düsseldorf streben wir aber den vierten Platz an“, bekräftigt Ron Schmidt. „Die Mannschaft hat gut trainiert, sodass das zu schaffen sein sollte.“ Sabrina Schulz feierte nach längerer Triathlon-Abstinenz in Darmstadt ihr Comeback, Caroline Stut startete zuvor in der Zweiten Bundesliga und war Weltmeisterin im Flossenschwimmen, Suse Werner wurde in Darmstadt Deutsche Vizemeisterin und Carolin Lehrieda gilt als Langstreckenspezialistin.
Und schließlich geht auch der Potsdamer Nachwuchs in Düsseldorf an den Start. Stefan Konrad will dort seinen derzeitigen dritten Platz der Gesamtwertung verteidigen, während Philipp Schröter eine vorderen Platz belegen will. In der Mannschaftswertung steht der Potsdamer Nachwuchs derzeit auf dem dritten Platz.
Potsdam bekommt doch noch eine Kunsthalle: Hasso Plattner will zusammen mit dem Investor Lelbach den Palast Barberini wieder aufbauen und dort anschließend seine Sammlung von DDR-Kunst ausstellen. Eine gute Idee?