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  • 09.01.2012
  • von Michael Meyer

Wasser, Planche, Rollen und Tatami

von Michael Meyer

Potsdams „Nachwuchssportler des Jahres 2011“ kurz vorgestellt

Insgesamt sieben hoffnungsvolle Talente wurden am Samstag auf dem Stadtsportball als „Potsdamer  Nachwuchssportler des Jahres“ ausgezeichnet.

Melissa Mache

Die 16-Jährige vom UJKC Potsdam mischt auf der Tatami, der Judo-Matte, kräftig mit und gewann bei den Deutschen U17-Meisterschaften 2011 den Titel in der Gewichtsklasse über 70 Kilo. Bei den U17-Weltmeisterschaften in Kiew war für die aus Klein Loitz bei Spremberg stammende Mattenkämpferin zwar schon nach dem ersten Kampf Schluss, „aber Melissa hat mit ihrem JWM-Start geschafft, was mir nie gelungen ist“, sagt ihre Trainerin, Olympiasiegerin Yvonne Bönisch. „Unter ihrer Leitung habe ich schon eine deutliche Leistungssteigerung erreicht“, meint Mache, die seit 2008 die Potsdamer Sportschule besucht.

Sonnele Öztürk

Ihre 1,85 Meter Körpergröße verdankt die Schwimmerin des OSC Potsdam ihrem Vater Teoman, der einst Basketballer Alba Berlins und der deutschen Nationalmannschaft war. „Mal ist meine Größe von Vorteil, beispielsweise beim Anschlag, mal von Nachteil, beispielsweise bei den Wenden“, meint die 13-Jährige, die die 9. Klasse der Potsdamer Sportschule besucht und mehrere Altersklassen-Rekorde hält. Die Rücken-Spezialistin, die bei den Europäischen Jugendspielen 2011 in Trabzon mit der Lagen-Staffel Bronze gewann, schwimmt am liebsten die 200 Meter Rücken und 800 Meter Freistil. „Sie wird“, glaubt ihr Trainer Marko Letz, „sicher mal für Britta Steffen eine Autogrammkarte unterschreiben können.“

Alina Stelzer

Die 15-jährige Kanutin des KC Potsdam wurde 2011 Deutsche Altersklassen-Meisterin im Einerkajak über 500 Meter und holte mit Potsdams K2 und K4 jeweils Silber. Bei den Olympic Hope Games verpasste sie im Einer knapp Edelmetall. Derzeit trainiert die von Petra Welke betreute Paddlerin in Stuart (Florida); daher konnte sie am Samstagabend ihre Auszeichnung nicht entgegennehmen.

Marvin Dogue

Der Sohn einer Deutschen und eines Senegalesen zog extra wegen des Modernen Fünfkampfes vor vier Jahren aus der Nähe Münchens nach Potsdam, „weil ich hier sehr gut trainieren kann“, so der 16-Jährige des OSC Potsdam, der 2011 Deutscher B-Jugend-Meister im Fünfkampf und Vizemeister im Dreikampf (Schwimmen, Schießen, Laufen) wurde. Als seine Schokoladendisziplin nennt der bei Claudia Aldermann trainierende Sportschüler das Fechten.

Felix König

Mit seiner Auszeichnung erhielt der Kanute des KC Potsdam am Vorabend seines 18. Geburtstags ein schönes vorzeitiges Geschenk. In seinem ersten Junioren- Jahr wurde der bei Torsten Warnke trainierende Finower bei den JWM auf dem Brandenburger Beetzsee mit dem deutschen K2 Vierter über 200 und Fünfter über 500 Meter. „Bei den diesjährigen Junioren-EM in Montemor will ich aber Medaillen holen“, sagte der Paddler, ehe er mit dem Zug in der Nacht noch heimfuhr, um mit Mutter Anja und Freundin Teresa seinen Ehrentag zu feiern.

Leo Pichler

Der Fechter des OSC Potsdam muss die Gene seiner Mutter Anne haben, die zu DDR-Zeiten die Klinge schwang, ehe ein Autounfall ihre Karriere unterbrach. Als sie den fünfjährigen Leo zu ihrem Ex-Trainer Rüdiger Gotschol brachte und sein Talent anzweifelte, sagte Gotschol nur: „Ich habe dich groß gekriegt, da schaff ich das bei deinem Sohn auch.“ 2011 wurde der jetzt von Patrick Czycholl trainierte 13-Jährige Landesmeister der B-Jugend, A-Jugend und Junioren sowie Deutscher Vizemeister der B-Jugend – mit dem Florett, das seine Mutter „die Denker-Waffe“ nennt.

Felicitas Kilpert

Die Rollkunstläuferin des ESV Lok Potsdam wurde auf dem Stadtsportball mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. „Anfangs habe ich auch Volleyball und Fußball gespielt, aber der Rollkunstlauf hat mir am meisten Spaß gemacht“, sagt die 14-Jährige, die fünfmal pro Woche bei Helga Wicha trainiert und ihren größten Erfolg 2011 mit Platz zwei beim Deutschen Nachwuchspokal in Hanau hatte. Großes Ziel der Neuntklässlerin aus dem Leibnitz-Gymnasium sind 2012 die Norddeutschen Meisterschaften in Bonn, und ein Top-10-Platz dort bedeutet das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften in Darmstadt. Michael Meyer

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