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  • 13.07.2018

Harte Strafe wegen Pyro im Halbfinale

Weil Babelsberger Fans in Neuruppin Bengalos abbrannten, muss der Verein 2500 Euro zahlen

Die Pyroaktion seiner Anhänger beim Halbfinale des Fußball-Landespokal beim MSV Neuruppin muss der SV Babelsberg 03 teuer bezahlen. Zu einer Strafe von 2500 Euro verurteilte das Verbandsgericht des Fußballlandesverbandes Brandenburg (FLB) den Regionalligisten in zweiter Instanz. Eine Berufung gegen das erste Urteil des FLB-Sportgerichtes lehnten die Verbandsrichter somit ab. Ebenfalls wegen Pyroaktionen Neuruppiner Fans wurde der MSV zu 500 Euro Strafe verurteilt.

Der SVB hatte in seiner Berufung das Fehlverhalten seiner Fans zwar anerkannt, jedoch der Höhe des Strafmaßes widersprochen und dies damit begründet, dass die Geldstrafe verglichen mit den 500 Euro gegen den MSV unverhältnismäßig sei. Diese Ansicht teilte das Gericht nicht: Es spiele bei der Beurteilung der Babelsberger Fan-Vergehen keine Rolle, wie und in welcher Höhe der MSV Neuruppin bestraft werde. Sehr wohl aber habe das Gericht als strafverschärfend das „wiederholte und einschlägige Fehlverhalten der Anhänger des SV Babelsberg“ berücksichtigt und dabei auch jüngere Urteile des Nordostdeutschen Fußballverbandes gegen den Regionalligisten als belastend betrachtet. Ausdrücklich weist das Gericht des Landesverbandes darauf hin, dass es ihm nicht untersagt ist, „verbandsfremde“ Urteile – also vorangegangene Strafen aus der Regionalligasaison 2017/18 – zu berücksichtigen. Dass sich der Landesverband auch auf frühere Verurteilungen des SVB durch den NOFV beziehen kann – den Kiezklub quasi als vorbestraft einstuft –, sieht das höchste märkische Fußballgericht durch seine Rechts- und Verfahrensordnung gedeckt.

Die 2500-Euro-Strafe wird „zwar als hart, aber auch zutreffend und erforderlich angesehen“. Das Urteil gilt als rechtskräftig und wird in seiner Härte als maßgeblicher Fingerzeig für die anstehende Bestrafung der Vorkommnisse beim Landespokalfinale gesehen. Da hatten Babelsberger Chaoten mit Pyro-Attacken die Siegerehrung des Pokalsiegers Energie Cottbus im Karl-Liebknecht-Stadion verhindert. Die Verhandlung vor dem Sportgericht des Landesverbandes war für den gestrigen Donnerstag terminiert. pek

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