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Turbine Potsdam

  • 13.06.2018
  • von Rainer Hennies

Turbine Potsdam: Schnellschuss und Debüt

von Rainer Hennies

Auffällig. Svenja Huth (l.) machte ein starkes Spiel in Kanada. Foto: Peter Power/dpa

Zum Ausklang der Saison gingen drei Fußballerinnen von Turbine Potsdam auf Länderspielreise nach Kanada. Der prestigeträchtige Sieg gegen den Weltranglisten-Nachbarn aus Nordamerika war vor allem für Svenja Huth und Lisa Schmitz eine aufregende Angelegenheit.

Nun können auch Svenja Huth, Lisa Schmitz und Felicitas Rauch in die wohlverdiente Sommerpause gehen. Eine Woche nach dem Ende der Frauenfußball-Bundesligasaison durften die Spielerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam noch mit der deutschen Nationalmannschaft zum Testländerspiel nach Kanada reisen. Während Rauch nicht eingesetzt wurde, mischten Huth und Schmitz auf dem Platz mit. In mehrerlei Hinsicht brachte sie das zum Strahlen.

Einerseits, weil ihr auf Weltranglistenplatz drei liegendes Team mit 3:2 in Hamilton/Ontario gegen die auf Position vier geführten Kanadierinnen gewannen. Für Erstaunen bei den 22.826 Fans im ausverkauften Tim Hortons Field sorgte Svenja Huth. Sie erzielte bereits nach 46 Sekunden den deutschen Führungstreffer. Im 38. Länderspieleinsatz ihr viertes Tor – zugleich das schnellste. „Es war gut, um ins Spiel zu kommen“, sagte die Stürmerin zu ihrer Blitzaktion. Immer wieder machte die quirlige Angreiferin anschließend mit beeindruckenden Tempo-Dribblings auf sich aufmerksam. Weitere gute Chancen nutzte sie aber nicht. Zur Halbzeit stand es 1:0.

"Diesen Tag werde ich nie vergessen"

Bis dahin erlebte Torhüterin Lisa Schmitz 45 für sie ganz besondere Minuten. Nachdem sie zuletzt bei den Partien gegen Tschechien und in Slowenien auf der Bank der DFB-Elf gesessen hatte, ermöglichte ihr diesmal Interimsbundestrainer Horst Hrubesch das Debüt in der A-Nationalauswahl. Er beorderte Schmitz in die Startelf. „Auf diesen Moment habe ich lange hingearbeitet. Ich bin unheimlich glücklich und stolz“, erklärte die Keeperin. „Diesen Tag werde ich nie vergessen.“ Ihre Spielbilanz war genauso kühl wie das Wasser der tags zuvor besuchten Niagara-Fälle: „Es war ganz entspannt. Fußballerisch hatte ich nicht viel zu tun.“ Lisa Schmitz hielt ihren Kasten sauber.

Nach dem Seitenwechsel, die Potsdamerin wurde zwischen den Pfosten durch Carina Schüller vom SC Sand ersetzt, schlug es dann aber zweimal im deutschen Tor ein. Angreiferin Svenja Huth monierte, dass dem kanadischen Team zu viel Entfaltungsmöglichkeit gegeben worden sei. „Wir haben aber eine gute Moral bewiesen und das Spiel gedreht“, fügte sie mit Blick auf die Treffer von Sara Däbritz und Turid Knaak hinzu. „Wir sind super glücklich, dass wir gewonnen haben.“ So lässt es sich besser in den Urlaub starten. 

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