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  • 02.05.2018
  • von Tobias Gutsche

Deutscher Wasserball-Pokal 2018 in Potsdam: Mit der Empfehlung von 111 Titeln

von Tobias Gutsche

Intensive Duelle. Acht Partien stehen im blu auf dem Programm. Foto: imago/Camera 4

Die nationale Pokalendrunde ist das Top-Event im deutschen Wasserball. Je vier Männer- und Frauenmannschaften kämpfen dieses Jahr in Potsdam um den Cup. Die Besetzung der beiden Final-Four-Turniere ist stark.

Das Schwimmbecken im Potsdamer Bad blu hat eine Länge von exakt 50 Metern. Den kompletten Rand könnten die Teilnehmervereine der diesjährigen Wasserball-Pokalendrunde dicht gedrängt mit ihren auf nationaler Ebene gewonnenen Trophäen vollstellen, wenn sie diese am Wochenende mitbringen würden. 111 Sieger-Cups für Titel in der Deutschen Meisterschaft oder im Deutschen Pokal sind das bislang. Zwei weitere werden nun im Herzen der Brandenburgischen Landeshauptstadt vergeben.

STARTERFELD DER HERREN

Der Inbegriff für Wasserballerfolg in Deutschland sind die Wasserfreunde Spandau. 36-mal wurden sie Meister, 31-mal holten die Berliner den Pokal – und gar viermal waren sie Europas Beste. Spandau ist immer Favorit und reist mit großem Selbstbewusstsein nach Potsdam. Denn: Am vergangenen Sonntag wurde das Ticket für die Endrunde der Champions League gelöst – der größte internationale Erfolg des Clubs seit dem Jahr 2003.

Am Spandauer Thron versucht seit einiger Zeit Waspo 98 Hannover zu sägen. Mit der kostspieligen Verpflichtung von ausländischen Top-Akteuren, dem Pokalsieg im vergangenen Jahr – insgesamt Nummer drei der Vereinsgeschichte – und dem Supercuptriumph in der aktuellen Saison untermauerte der neunfache Deutsche Meister seine Ambition.

Über viele Jahre war vor allem der ASC Duisburg größter Widersacher für die Wasserfreunde. Die Duisburger sind auch bis dato die letzten, die Spandaus Meistertitelserie unterbrachen – 2013 setzte sich der ASC durch. Sechsmal Meister und viermal Pokalsieger ist der Ruhrpott-Club. Doch nach einem personellen Umbruch hält er inzwischen nicht mehr ganz an der Spitze Schritt, sondern muss sich im Kampf um die dritte Position des nationalen Rankings gegen Angriffe von hinten erwehren.

Von dort drängt vor allem der OSC Potsdam, der erfolgreichste Wasserballverein aus den neuen Bundesländern, eine Talentschmiede. Zahlreiche Nachwuchstitel und -medaillen heimste der OSC schon ein und arbeitet nun daran, es auch erstmalig bei den Herren auf das nationale Podium zu schaffen.

STARTERFELD DER FRAUEN

Wie bei den Herren strebt Waspo 98 Hannover nun auch im weiblichen Bereich nach oben. Noch haben die Niedersächsinnen keinen nationalen Titel erkämpft, was sich diese Saison aber unbedingt ändern soll. Neben der Chance im Pokal bietet sich eine weitere Gelegenheit in der Liga – Waspo schloss die Hauptrunde als Primus ab und ist daher Favorit in den Playoffs.

Die meisten Frauen-Wasserballerfolge in Deutschland hat der SV Blau-Weiß Bochum in seiner Chronik zu verzeichnen: zwölfmal Meister, neunmal Pokalgewinner. Allerdings stammen die letzten Titeleinträge aus dem Jahr 2011.

Während der SV Nikar Heidelberg vorige Saison in der Pokalendrunde seinen bislang einzigen großen nationalen Triumph an Land holte, ist für den ETV Hamburg der Gewinn von Bronze im Pokal 2013 die schönste Erinnerung. 

+++ SPIELPLAN +++

SAMSTAG
14.00 Uhr: erstes Frauen-Halbfinale Waspo 98 Hannover - ETV Hamburg
15.30 Uhr: zweites Frauen-Halbfinale Blau-Weiß Bochum - SV Nikar Heidelberg
17.15 Uhr: erstes Herren-Halbfinale OSC Potsdam - Waspo 98 Hannover
19.00 Uhr: zweites Herren-Halbfinale Wasserfreunde Spandau - ASC Duisburg

SONNTAG
10.00 Uhr: Spiel um Bronze der Frauen
11.30 Uhr: Finale der Frauen
13.30 Uhr: Spiel um Bronze der Herren
15.15 Uhr: Finale der Herren

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