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Turbine Potsdam

  • 13.04.2018
  • von Peter Könnicke

Turbine Potsdam: Mission im Süden

von Peter Könnicke

So will er in München jubeln. Turbine-Chefcoach Matthias Rudolph. Foto: J. Kuppert

Seit 2012 ist Turbine Potsdam ohne Titel. Die Sehnsucht nach einem erneuten Wettbewerbstriumph können die Potsdamer Fußballerinnen diese Saison im DFB-Pokal stillen. Dafür müssen sie nun zunächst bei ihrem Halbfinalduell gegen Bayern München bestehen.

Die Sehnsucht nach einem Titel führt den 1. FFC Turbine Potsdam in den Süden der Republik. Dort spielt die Mannschaft von Trainer Matthias Rudolph am kommenden Sonntag im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München. Nur der Gewinn dieses Halbfinales nährt die Hoffnung, am 19. Mai im Endspiel von Köln nach dem Pott zu greifen. Im zweiten Halbfinalspiel empfängt der VfL Wolfsburg ebenfalls am Sonntag die SGS Essen. Beide Spiele werden in einer Live-Konferenz von der ARD (15.10 Uhr) übertragen.

Die Pokalstatistik spricht für Turbine

Dass die Turbine-Elf auch auswärts Pokalhürden nehmen kann, hat sie sie mit dem 2:0-Sieg im Viertelfinale beim 1. FFC Frankfurt gezeigt. Doch ist München ein anderes Kaliber als die Hessinnen, die in der aktuellen Bundesligasaison mit aktuell 28 Punkten im Mittelfeld der Tabelle rangieren. Die Bayern (37 Punkte) hingegen haben von Platz zwei aus Tabellenführer Wolfsburg fest im Blick – drei Punkte Rückstand sind es, bei allerdings einem bereits mehr absolvierten Spiel. Turbine indes hat durch die 0:1-Niederlage am Ostersonntag gegen Wolfsburg den Anschluss an die Ligaspitze verloren. Ohnehin kühne Meisterträume sind ausgeträumt, die Qualifikation für die Champions League ist bei derzeit sieben Punkten Rückstand auf München seit Ostern schwieriger. Voraussetzungen, sich weiter Hoffnungen aufs internationale Geschäft zu machen, wäre ein Sieg im Nachholspiel gegen den SC Freiburg am kommenden Mittwoch (Beginn: 17 Uhr/Karl-Liebknecht-Stadion).

Angesichts der Konstellation in der Liga bietet der Pokalwettbewerb die besten Aussichten, nach Jahren ohne Trophäe wieder erfolgreich zu sein. Und zumindest die Statistik spricht für Turbine: Im Pokal trafen Bayern und Potsdam bisher vier Mal aufeinander. Immer waren es Halbfinals – und immer hieß der Sieger am Ende Turbine. In der Liga hieß es in der Hinrunde in München 2:2. Und der Respekt bei den Bayern ist groß vor Turbine: „Da wartet wirklich ein sehr starker Gegner auf uns“, befindet Münchens Spielführerin Melanie Behringer. Für Turbine-Trainer Rudolph ist es im zweiten Amtsjahr das erste Pokal-Halbfinale, für das er garantiert: „Meine Mannschaft wird alles geben, sie will unbedingt ins Finale“. 

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