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Turbine Potsdam

  • 09.02.2018
  • von Rainer Hennies

Turbine Potsdam: Mit internationaler Erfahrung

von Rainer Hennies

Kurz vor dem Ende der Wintertransferperiode hatte Turbine Potsdam noch zugeschlagen. Der Frauenfußball-Bundesligist verpflichtete die Tschechin Klara Cahynová, die ihre ersten beiden Spiele als Turbine ausgerechnet in Prag bestritt. Zuvor hatte die 24-Jährige am Luftschiffhafen Eindruck gemacht.

Eine Woche noch, dann ist laut Spielplan die Winterpause für Turbine Potsdam beendet. Zum Rückrundenauftakt der Frauenfußball-Bundesliga gastierten die Potsdamerinnen am 18. Februar beim stark abstiegsbedrohten FF USV Jena, der bislang erst einen Punkt holte. In Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte machte Turbine voriges Wochenende einen wertvollen Test-Doppelpack, wie es Matthias Rudolph einschätzte. „Wir hatten die Chance, auf hohem Niveau gegen zwei Frauenmannschaften mehrere Sachen im taktischen Bereich auszuprobieren“, sagte der Cheftrainer.

Sein Team bezwang am Samstag den tschechischen Vizemeister Sparta Prag mit 2:1, tags darauf gelang ein 2:2-Remis gegen den nationalen Champion Slavia Prag. Aus dessen Reihen hatte sich Potsdam unmittelbar zuvor, pünktlich zum Ende der Wintertransferfrist noch eine Akteurin geangelt: Klára Cahynová. Die Mittelfeldspielerin hat bei den Turbinen einen Vertrag bis 2020 unterschrieben, wird die Trikotnummer 5 tragen und wurde bereits bei beiden Testpartien in Prag eingesetzt.

Nationalspielerin studierte und kickte in den USA

Für Tschechien absolvierte „Cahy“, so ihr Spitzname, bislang 43 Länderspiele. Sie ist nach Jana Sedlácková beim FF USV Jena und Lucie Vonková bei Bayern München die dritte aktuelle tschechische Nationalspielerin in der Frauen-Bundesliga. Die 24-Jährige wuchs im mährischen Südosten des Landes auf, begann in Zlin mit dem Kicken, ging dann zum 1. FC Slovacko Ostrau, ehe sie sich 2011 Slavia Prag anschloss. Internationale Erfahrung bringt Klara Cahynová nicht nur aus der Nationalelf mit. Dank eines Vollstipendiums studierte sie in den USA Management und Marketing an der University of Western Ohio, wo sie zugleich für die UNOH-Racers aufdribbelte. Im vergangenen Jahr kehrte die 1,78 Meter große Fußballerin, die 2015 bei der Universiade mit Tschechien bis ins Viertelfinale kam, zurück zu Slavia.

Da hielt es sie aber nur kurze Zeit. Bei einem Probetraining am Luftschiffhafen habe Klára Cahynová einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, urteilt Turbine-Coach Matthias Rudolph: „Sie ist sehr stark am Ball, zweikampfstark und spielt gute Bälle in die Tiefe.“ Die Rechtsfüßerin kann in zentraler und rechter Position des Mittelfelds ihre Fähigkeiten besonders entfalten. Rudolph sei sich sicher, dass sein Winterneuzugang die Qualität im Kader erhöhen werde. „Potsdam ist seit Jahren eine der besten Teams in der Bundesliga und in meinen Augen ist diese Liga eine der stärksten der Welt“, sagt Klára Cahynová, die ihren Wechsel zu Turbine als „große Chance“ versteht, sich sowohl fußballerisch als auch persönlich weiterzuentwickeln. Apropos fußballerisch und persönlich: Als Vorbilder nennt sie neben ihrem Landsmann Thomas Rosicky den Spanier Cesc Fabregas, als Lieblingsverein Arsenal London. 

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