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SV Babelsberg 03

  • 11.12.2017
  • von Peter Könnicke

SV Babelsberg 03: Leuchteffekte trotz Niederlage

von Peter Könnicke

Esprit. Antonin Hennig belebte nach seiner Einwechslung das SVB-Spiel. Auch Tobias Dombrowa erwies sich als erfrischendes Element. Archivfoto: Jan Kuppert

Zum dritten Mal in der laufenden Regionalligasaison mussten sich die Fußballer des SV Babelsberg 03 geschlagen geben. Beim 1:2 auswärts gegen Hertha BSC nahm SVB-Trainer Almedin Civa aber auch etwas freudig zur Kenntnis: die Leistung zweier Youngster.

Es ist ein pädagogischer Grundsatz von Almedin Civa, auch bei einer Niederlage seines SV Babelsberg 03 positive Aspekte zu benennen. Dass die 1:2 (0:0)-Niederlage bei der U23 von Hertha BSC am Freitag zum Regionalliga-Rückenrundenstart verdient war, räumt der SVB-Cheftrainer ohne Wenn und Aber ein. Zu spät ergriff seine Mannschaft die Initiative, um aus dem 0:2-Rückstand vielleicht doch noch ein Remis zu machen – es wäre das zwölfte der Saison gewesen. Die Chance war da, als Andis Shala kurz nach seinem Anschlusstreffer (81.) eine Hereingabe von Lukas Wilton mehr am Überqueren der Torlinie hinderte, als den Ball seinem Selbstlauf zu überlassen. So aber kassierte der SVB seine dritte Saisonniederlage.

Es waren die Youngster Antonin Hennig (20 Jahre) und Tobias Dombrowa (18), die ihren Trainer freudig zur Kenntnis nehmen ließen, dass sie nach ihrer Einwechslung das Babelsberger Spiel deutlich belebten. Bis zu ihrer Hereinnahme Mitte der zweiten Halbzeit hatte der SVB im Spiel nach vorn wenig zu bieten. Gegen die schnellen und technisch starken Hertha-Talente hatte sich Nulldrei trotz des Ausfalls seines Defensivpersonals (Leonard Koch verletzt, Sven Reimann und Tim Steuck gesperrt) gut eingestellt. Doch vor dem Hertha-Tor spielte sich so gut wie nichts ab. Einen aussichtsreichen Konter in Minute 38 über Tino Schmidt, der eine Wadenblessur rechtzeitig auskuriert hatte, vertändelte Shala im Abschluss.

SVB rutscht auf zwölften Rang

Die Hertha hatte indes mehr Zug zum Tor, ohne sich jedoch wirklich klare Chancen zu erspielen. Zwei Fehler im eigenen Spielaufbau des SVB genügten den Kickern von Coach Ante Covic aber, um ihr schnelles Umkehrspiel eiskalt abzuschließen. Zunächst war es Shawn Kauter, der einen Gegenzug im Nachsetzen zum 1:0 abschloss (58.), dann war es Tahsin Cakmak, der nach unnötigem Babelsberger Ballverlust in der Berliner Hälfte und guter Vorarbeit von Maik Haubitz auf 2:0 erhöhte (72.).

Durch die frischen Impulse von Hennig und Dombrowa sowie Shalas Anschlusstreffer waren in der Schlussphase Kampfgeist und Moral des SVB geweckt, die in dieser Saison schon so oft belohnt wurden. Im Schneegeriesel des Amateurstadions im Berliner Olympiapark an diesem Freitagabend allerdings nicht. Durch die Niederlage rutschte der SVB auf den zwölften Tabellenrang, hält aber im engen Klassement der Nordoststaffel den Anschluss ans Mittelfeld. Bleibt das letzte Spiel des Jahres am kommenden Sonntag gegen Lok Leipzig (Beginn: 14 Uhr), um der Nulldrei-Anhängerschaft kurz vor Weihnachten den fünften Saisonsieg zu bescheren und tatsächlich mit etwas Winterspeck in die Pause zu gehen. 

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