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Turbine Potsdam

  • 11.12.2017
  • von Peter Könnicke

Turbine Potsdam: Schlagdistanz erhalten

von Peter Könnicke

Nach der Serie von Unentschieden hat Turbine Potsdam nun in der Frauenfußball-Bundesliga den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Die Potsdamerinnen gewannen ihr letztes Heimspiel des Kalenderjahres gegen Hoffenheim und blicken nach oben.

Mit weißer Weste strebt der 1. FFC Turbine Potsdam in der Frauenfußball-Bundesliga der Winterpause entgegen. Dank eines 2:0 (1:0)-Heimerfolgs gegen die TSG 1899 Hoffenheim bleibt die Mannschaft von Trainer Matthias Rudolph ungeschlagen und hat nach einer Serie von Unentschieden nunmehr den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Dem letzten Hinrundenspiel am kommenden Sonntag beim FC Sand (Beginn: 11 Uhr) „gilt nun noch einmal unsere vollste Konzentration, um eine vernünftige Ausgangsposition für die Rückrunde zu haben“, sagte Rudolph nach der gestrigen Partie.

"Hätten zur Halbzeit 3:0 führen können"

Um überhaupt in Schlagdistanz zu bleiben – der Rückstand auf Tabellenführer Freiburg beträgt fünf Punkte – war ein Sieg gegen Hoffenheim Pflicht. Dementsprechend engagiert begann die Turbine- Elf, in der aufgrund einer Erkältung Bianca Schmidt kurzfristig ausfiel. Turbine war spielbestimmend und kam früh durch Svenja Huth, Sarah Zaradzil und Amanda Ilestedt zu ersten Möglichkeiten. „Wir hätten gut und gern zur Halbzeit mit 3:0 führen können“, zählte Ilestedt später die Möglichkeiten zusammen. So war Gästetrainer Jürgen Ehrmann froh, dass seine Mannschaft zur Halbzeit nur 0:1 zurücklag. Rahal Kiwic hatte mit ihrem sechsten Pflichtspiel-Saisontor Turbine nach gut einer halben Stunde in Führung gebracht: Die starke TSG-Torhüterin Friederike Abt hatte sich bei einer Flanke in den Strafraum verschätzt, sodass Kiwic per Kopf zur Stelle war.

Die Potsdamer Überlegenheit fand nach Wiederanpfiff zunächst keine Fortsetzung. Ehrmann nannte es eine „bessere Einstellung“, mit der die Hoffenheimerinnen im zweiten Durchgang zur Sache gingen und Turbine zu Fehlern im Spielaufbau und schnellen Ballverlusten zwangen. Sharon Beck hatte nach gut einer Stunde die beste Chance zum Ausgleich, verzog jedoch knapp.

Den Blick zum Spitzenspiel gerichtet

Turbine überstand die Schwächephase schadlos, erspielte sich mit zunehmender Spieldauer selbst wieder Möglichkeiten und gewann in der Schlussviertelstunde wieder die Hoheit auf dem Platz. Mit ihrem ersten Saisontor machte Amanda Ilestedt in der 83. Minute den Sieg schließlich perfekt: Einen von Gina Chmielinski hoch in den TSG-Strafraum geschlagenen Ball verwertete die Schwedin per Kopf. „Ich denke, der Sieg war verdient“, meinte die Torschützin nach Spielschluss, „auch wenn wir Hoffenheim zwischenzeitlich nahezu eingeladen haben, den Ausgleich zu schießen.“

Kapitänin Lia Wälti blickt nun gespannt auf das heutige Spitzenduell zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München. „Die nehmen sich selbst die Punkte, sodass der Abstand weiterhin knapp bleibt“, hofft die Schweizerin. Den Eigenanteil daran hat Turbine vorerst erbracht. 

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