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  • 17.07.2017
  • von Peter Könnicke

Triathlon in Potsdam: Coup in Hamburg

von Peter Könnicke

Endgültig angekommen in der Weltspitze ist Laura Lindemann. Foto: DTU/Jo Keindl

Premiere für Laura Lindemann: Die Potsdamer Top-Triathletin hat zum ersten Mal einen Podestplatz in der WM-Serie erkämpft. Beim Hamburger Wettkampf wurde sie Dritte. An ihrer Seite gab der erst 17-jährige Moritz Horn in der Mixed-Staffel sein Elite-Debüt.

Top-Triathletin Laura Lindemann hat der Deutschen Triathlon Union (DTU) erstmals nach vier Jahren wieder einen Podestplatz in der ITU World Triathlon Series beschert. Es ist zugleich das erste Podium für die Potsdamerin in der wichtigsten Kurz-Distanz-Serie der Welt. Die 21-Jährige zeigte sich beim Heimrennen in Hamburg am vergangenen Samstag vom Start bis ins Ziel hellwach und wurde in einem packenden Finale auf dem Hamburger Rathausmarkt nach 59:40 Minuten Dritte. Der Sieg ging an Flora Duffy (Bermudas), die sich auf den 21 Radkilometern allein absetzte und nach 58:59 Minuten zum ersten Mal in Hamburg gewann. Zweite wurde die Australierin Ashley Gentle (59:30 Min.)

„Ich habe 100 Prozent gegeben, mehr ging nicht. Ich bin einfach überwältigt“, sagte Lindemann im Ziel überglücklich. Die Stimmung und der Jubel der Zuschauer habe sie über die gesamte Strecke getragen, so die DTU-Athletin weiter. Bei Temperaturen um 20 Grad erwischte Lindemann in der Binnenalster einen guten Start. Nach nur etwas mehr als neun Minuten stiegen die ersten der 62 Athletinnen aus dem Wasser. Die 21-Jährige hatte als 14. nur wenige Sekunden Rückstand auf die Spitze und lag damit im Soll.

Deutsche Staffel mit zwei Potsdamern auf Rang zehn

Im weiteren Rennverlauf übernahm die Deutsche in der Verfolgung eines Führungstrios um Weltmeisterin Flora Duffy beim Radfahren immer wieder Verantwortung, indem sie Tempoarbeit machte. So entging die Sprint-Europameisterin von Düsseldorf auch einem Sturz nach der dritten Radrunde. Dennoch konnte sie nicht verhindern, dass Duffy in einer Soloflucht fast eine Minute Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen herausfuhr. Dieses Polster reichte der 29-Jährigen letztlich. Dahinter entwickelte sich ein spannendes Rennen um die Podestplätze – mit dem besten Ende für Ashley Gentle und Laura Lindemann, die nach den Rängen sieben (2015) und neun (2016) nun das Podium von Hamburg erklommen hat.

Auch bei ihrem zweiten Start in Hamburg an vergangenen Wochenende zeigte Lindemann eine engagierte Leistung, doch reichte es für das WeltmeisterschafsRennen der Mixed-Staffel nur zu Platz zehn. „Wir haben uns als Team nicht viel vorzuwerfen. Ich selbst habe versucht, noch so viele Athleten wie möglich einzusammeln“, sagte Lindemann nach ihrem Einsatz. Sie hatte das deutsche Team mit einem erneut starken Auftritt  vom 14. auf den neunten Platz nach vorn gebracht, doch auf vordere Podestplätze hatten die Deutschen – im Vorjahr noch Dritte – keine Chance. Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab in der Mix-Staffel der erst 17-jährige Potsdamer Moritz Horn. Da der Team-Wettkampf bei den Olympischen Spiele 2020 erstmals im Programm steht, sah die DTU Hamburg als hervorragende Plattform und Möglichkeit für junge Athleten, sich mit der internationalen Elite zu messen. Neben bereits etablierten Einzelstartern können Staffeln für junge Talente wie Horn zukünftig eine Alternative sein, so U23-Nationaltrainer Ron Schmidt aus Potsdam. 

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