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SC Potsdam

  • 28.06.2017
  • von Peter Könnicke

SC Potsdam: Serbische Außenangreiferin wechselt an die Havel

von Peter Könnicke

Natasa Cikiriz. Foto: Verein

Beim Volleyball-Bundesligisten dreht sich das Personalkarussel. Während Natasa Cikiriz vom polnischen Erstligisten MKS Muszynianka Muszyna kommt, verlässt Top-Scorerin Roslandy Acosta den Verein. Indes gibt es beim Deutschen Volleyball-Verband Gespräche, den Spielplan künftig zu verändern.

Kommen und Gehen beim Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam. Zum einen muss der Verein den Abgang von Top-Scorerin Roslandy Acosta vermelden, zum anderen gibt er eine Neuverpflichtung bekannt. In der kommenden Saison wird die serbische Außenangreiferin Natasa Cikiriz für den SCP spielen. Bislang stand sie beim polnischen Erstligisten MKS Muszynianka Muszyna unter Vertrag.

Zwei-Jahres-Vertrag als gute Basis

Die 22-Jährige konnte im Probetraining besonders durch ihre Dynamik, Körpergröße und clevere Spielweise überzeugen. „Ich habe Natasa Cikiriz in der vergangenen Saison beobachtet, sie kann sowohl auf der Diagonalposition als auch auf Außen spielen“, sagt Cheftrainer Davide Carli. „Sie kann eine der besten Außenspielerinnen der Liga werden.“

Auch menschlich passe Natasa Cikiriz sehr gut ins Potsdamer Team. „Sie war im Probetraining bei uns und hat sich auf Anhieb mit den Mädels verstanden. Das ist mir sehr wichtig.“ Schließlich war der Teamgeist beim Vorjahres-Vierten ein entscheidender Erfolgsbringer. Besonders freut den Cheftrainer, dass die mehrfache Junioren-Nationalspielerin Serbiens für zwei Jahre unterschrieben hat. „Das ist eine tolle Basis. Wir wissen jetzt schon, dass wir auch in der nächsten Saison noch mit ihr arbeiten können. Zunächst sollten wir etwas Geduld haben. Sie muss sich erst einmal an die deutsche Liga gewöhnen“, so Carli.

Veränderung im Spielplan möglich

Gleichzeitig muss der SCP die Venezolanerin Roslandy Acosta nach nur einer Saison ziehen lassen. „Wir haben nichts unversucht gelassen, aber Rosi hat sich dazu entschieden, bereits jetzt einen weiteren Schritt zu gehen und in eine andere europäische Spitzenliga zu wechseln“, erklärt Sportdirektor Toni Rieger. Natasa Cikiriz sei jedoch nicht mit Acosta zu vergleichen. „Sie sind völlig unterschiedliche Spielerinnen. Mit ihrer Größe von 1,94 Metern hat Natasa ganz andere Möglichkeiten und wird beispielsweise viel präsenter im Block sein können“, sagt SCP-Trainer Carli.

Derweil hat Klaus-Peter Jung, Geschäftsführer der Volleyball-Bundesliga, beim Verbandstag des Deutschen Volleyball-Verbandes für einen Ganzjahreskalenders für die Volleyball-Bundesligen plädiert. Jung: „Eine zwölfmonatige Mischung aus Phasen der Erstligisten und Phasen der Nationalmannschaften würde die Präsenz und die Chance auf eine bessere Vermarktung für die Sportart Volleyball deutlich steigern.“ Derzeit beginnt die Saison in den ersten Bundesligen Mitte Oktober und läuft bis Anfang Mai des Folgejahres. „Aber die Pausen zwischen den Spielzeiten sind für die Bundesliga-Teams zu lang“, so Jung.

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