23.10.2017, 12°C
  • 19.06.2017
  • von Matthias Schütt

Potsdamer Frisbee-Sportler: Goldfingers auf nationaler Mission

von Matthias Schütt

Seit dem Jahr 2005 wird in Brandenburgs Landeshauptstadt Ultimate Frisbee gespielt. Drei Akteure der Potsdamer Goldfingers nehmen momentan an der Beach-Weltmeisterschaft teil. Sie Starten in Frankreich für unterschiedliche Mannschaften - und Länder.

Frisbee als knallharter Wettkampf statt als lockeres Freizeitspielchen. Das zeigen seit dem gestrigen Sonntag drei Potsdamer Sportler bei der diesjährigen Weltmeisterschaft im Beach Ultimate Frisbee in Frankreich. Auf höchstem Niveau messen sich Nora Poel, Lars Schmäh und José Cruces vom Goldfingers Ultimate Club aus der märkischen Landeshauptstadt im internationalen Vergleich auf dem sandigen Untergrund.

Ziel des Spiels ist es, durch Werfen das Fluggerät in die gegnerische Endzone, ähnlich wie beim American Football, zu bringen. Einziger Unterschied: Beim Ultimate Frisbee darf nicht gelaufen werden. Die Scheibe kann nur auf dem Luftweg über das Spielfeld bewegt werden. Am Ende gibt es jeweils für das Endzone-Erreichen einen Punkt, das Team mit den meisten Zählern gewinnt das Spiel. Im besten Fall im WM-Finale die Goldmedaille. Und das wollen sie alle – 119 Mannschaften aus 39 Ländern von fünf Kontinenten. Die Titelkämpfe im französischen Royan sind das Gipfeltreffen der weltweiten Frisbee-Elite, bis kommenden Samstag kämpfen sie um den Thron. Darunter die kleine Potsdamer Fraktion.

Goldfingers trainieren auf dem Gelände der PSU

Diese tritt aber nicht nur für unterschiedliche Staaten, sondern auch in verschiedenen Kategorien an. Nora Poel will mit dem deutschen Mixed-Team, das zum Auftakt gegen Gastgeber Frankreich ran muss, den WM-Titel verteidigen. „Wir sind mittlerweile eingespielt und auch individuell gut vorbereitet. Wir sind bereit“, sagt die Potsdamerin, die beim WM-Sieg vor zwei Jahren in Dubai noch nicht dabei war. In der Mixed-Kategorie ist auch Vereinskollege José Cruces am Start, der aber das Trikot seines Heimatlandes Venezuela trägt. Das Brandenburger Trio vervollständigt Lars Schmäh, der bei den GrandMasters Herren – das sind die Sportler ab 40 Jahre – startet. Neben diesen beiden Gruppen gibt es bei der WM zusätzlich die Klassen Herren, Damen, Masters Herren, Masters Frauen und Masters Mixed.

Dass drei Potsdamer Sportler in Frankreich antreten, „ist auch eine tolle Anerkennung für uns als Heimverein, um den doch unbekannten Sport vielleicht etwas populärer zu machen“, sagt Goldfingers-Vorstandsmitglied Robert Fruth. Seit 2005 wird in Potsdam Ultimate Frisbee gespielt. Nach einem unfreiwilligen Umzug in Richtung Geltow – der Verein fand in der Landeshauptstadt keinen Platz mehr – trainieren die Goldfingers seit dieser Spielzeit auf dem Gelände der Potsdamer Sport-Union 04. 

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!