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Turbine Potsdam

  • 21.04.2017
  • von Matthias Schütt

Turbine Potsdam: Duell mit dem Bezwinger

von Matthias Schütt

Sie ist gelbgesperrt. Turbine-Abwehrspielerin Johanna Elsig (r.) muss am Sonntag gegen Freiburg zuschauen. Foto: Jan Kuppert

Nur einer Mannschaft ist es in dieser Saison gelungen, den Fußballerinnen von Turbine Potsdam eine Bundesliga-Niederlage zuzufügen: der SC Freiburg. Nun kommen die Breisgauerinnen zum Rückspiel nach Potsdam. Dabei muss Turbine auf eine wichtige Stütze verzichten.

Einsätze in der Fußball-Nationalmannschaft sind immer eine Bereicherung sowie Auszeichnung für die Aktiven. Und auch für die Vereine zahlt es sich aus: Einen Scheck über 3700 Euro vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) bekam der 1. FFC Turbine Potsdam jüngst für den Einsatz von Gina Chmielinski in der deutschen U16-Auswahl sowie von Anna-Sophie Frehse in der U17. Mit dem Bonus soll der Nachwuchsfußball in den Heimatclubs gefördert werden.

Dass sich die Berufung ins Nationalteam lohnt, hat vor wenigen Wochen auch Johanna Elsig erfahren. Die Turbine-Innenverteidigerin wurde nach überzeugenden Leistungen in der laufenden Bundesliga-Saison für die DFB-Auswahl nominiert. Am 9. April gab sie im Erfurter Steigerwaldstadion beim 2:1-Sieg im Test-Länderspiel gegen Kanada ihr Debüt, als sie für Josephine Henning (Olympique Lyon) in der 69. Minute eingewechselt wurde. „Ich habe mich gefreut, dass es endlich mit einer Einladung geklappt hat und ich sogar etwas spielen durfte“, sagt sie über ihr erstes Match in der A-Nationalmannschaft.

Johanna Elsig muss Gelbsperre absitzen

Nach dem Auftritt mit der DFB-Elf steht am Sonntag eine unfreiwillige Pause in der Frauenfußball-Bundesliga für Johanna Elsig an. Während ihre Teamkolleginnen von Turbine gegen den fünftplatzierten SC Freiburg spielen (Beginn:14 Uhr/Karl-Liebknecht-Stadion), wird die Abwehrakteurin wegen einer Gelbsperre nicht im Kader sein. Fünf gelbe Karten hat sie über die Spielzeit bisher gesammelt. „Es wird sicherlich ein komisches Gefühl werden, das Spiel von der Tribüne aus zu verfolgen und nicht eingreifen zu können. Ich bin mir aber sicher, dass der Rest das Spiel schon reißen wird“, kommentiert die 24-Jährige. In allen bisherigen 16 Saisonspielen stand sie auf dem Platz und erzielte dabei zwei Tore. Nun folgt eine Zwangsauszeit für die gebürtige Dürenerin, die mit Turbine bislang lediglich sechs Gegentreffer in dieser Spielzeit zuließ – Ligabestwert.

Zuletzt kamen die Potsdamerinnen am 2. April nicht über ein 1:1 gegen den Tabellensechsten SGS Essen hinaus und gaben die Spitzenposition an den VfL Wolfsburg ab. Der Kontrahent aus dem Breisgau durfte derweil schon am vergangenen Wochenende wieder ran. Im Halbfinale des DFB-Pokals spielten die Freiburgerinnen gegen Wolfsburg und verloren nur knapp mit 1:2 nach Verlängerung.

Turbine Potsdam ist eine Heimmacht

Damit sollte die Turbine-Mannschaft vor dem Duell mit dem Sport-Club gewarnt sein. Aber nicht nur deswegen. „Wir erwarten einen ähnlich zweikampfstarken Gegner wie schon im ersten Duell in dieser Saison. Wir müssen konzentriert und von Beginn an hellwach sein“, sagt Johanna Elsig. Im Hinspiel mussten sich Turbines Kickerinnen mit 1:2 geschlagen geben. Die bisher einzige Bundesliga-Niederlage der Saison. „Da haben wir nicht das gezeigt, was wir spielen können. Partien in Freiburg sind aber immer schwer“, meint sie mit Blick auf die Heimtabelle. Immerhin steht die Badener Truppe dort mit 20 Punkten auf Platz zwei. Besser ist nur Potsdam: Alle acht Partien im „Karli“ wurden bisher gewonnen.

Mit 41 Punkten ist die Elf von Cheftrainer Matthias Rudolph punktgleich mit Tabellenführer VfL Wolfsburg. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich aktuell an der Spitze ab, da beide Mannschaften auch das gleiche Torverhältnis vorweisen können. Einzig um ein mehr geschossenes Tor liegen die Wölfinnen, die am Sonntag beim 1. FFC Frankfurt antreten müssen, vor Turbine. 

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