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SV Babelsberg 03

  • 05.12.2016
  • von Matthias Schütt

SV Babelsberg 03: Revanchegelüste befriedigt

von Matthias Schütt

Premierentor. SVB-Youngster Lionel Salla traf erstmals in der Regionalliga. F: J. Kuppert

Was den Fußballern des SV Babelsberg 03 zuvor im Landespokal nicht gelungen war, schafften sie nun in der Regionalliga Nordost: Einen Heimsieg gegen den märkischen Kontrahenten FSV 63 Luckenwalde. Ein SVB-Youngster erzielte dabei sein Premierentor.

„Rache ist...“ Mit diesem Spruch auf dem Cover des Stadionheftes samt schnippischer Illustration begrüßten die Redaktionsverantwortlichen des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 den brandenburgischen Ligakonkurrenten vom FSV 63 Luckenwalde zum Duell im Karl-Liebknecht-Stadion. Immerhin hatten die Filmstädter etwas gutzumachen – nicht nur gegenüber den eigenen Fans, sondern auch für den eigenen Anspruch und das Selbstverständnis. Verlor doch der Titelverteidiger aus Babelsberg diese Saison daheim im Landespokal-Achtelfinale gegen das Fläminger Team und schied damit vorzeitig aus.

Die Revanche gelang dem SVB nun im Ligabetrieb. Am Freitagabend setzten sich die Filmstädter mit 2:0 (1:0) durch. „Der Heimsieg schmeckt natürlich sehr gut. Der Stachel über die Pokalniederlage sitzt aber noch sehr tief. Wir wären gerne noch dabei“, sagte SVB-Kapitän Matthias Steinborn nach dem siebten Saisonsieg seiner Equipe. Für den 27-Jährigen war es gleichzeitig der 50. Punktspieleinsatz für die Nulldreier.

Blitzführung durch Treffer von Andis Shala

Nach einem schwachen (Ergebnis-)Herbst scheint der SV Babelsberg zum Ende der Hinrunde wieder besser in Fahrt zu kommen. Durch den zweiten Sieg in Folge, wieder ohne Gegentor, kletterten die Babelsberger auf Rang sieben der Tabelle. Was ist also noch möglich in Richtung oberes Drittel und Spitze für die Kiezkicker? „Es tut gut, dass hinten wieder die Null stand. Die beiden Siege gegen Meuselwitz und Luckenwalde haben dem Team nochmal einen Ruck gegeben. Wir wollen jetzt zum Abschluss noch zwei Siege holen und an die guten Leistungen anknüpfen“, formulierte Keeper Marvin Gladrow die Ziele für die kommenden Auswärtspartien in Auerbach und Nordhausen. Danach steht die Winterpause auf dem Programm.

Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres sah sich der SVB mit einer personalgeschwächten Luckenwalder Mannschaft konfrontiert. Auf etliche Stammspieler musste Trainer Ingo Nachtigall verzichten und konnte dadurch nur eine Rumpftruppe aufstellen. „Verletzt, verletzt, verletzt, so sieht es derzeit bei uns aus. Wir pfeifen aus dem letzten Loch“, klagte der FSV-Coach. Nach zwei Spielminuten rückte bereits Luckenwaldes Ersatzkeeper Nikolas Tix in den Fokus. Der 19-Jährige, der sein erstes Regionalligaspiel absolvierte, konnte gerade so einen Schuss von Timur Özgöz parieren, ehe den Abpraller Andis Shala nutzte, indem er den Ball zur 1:0-Blitzführung in das leere Tor köpfte. „Das frühe Tor hat uns sehr gut getan“, kommentierte SVB-Trainer Cem Efe. In der Folgezeit sahen die knapp 1500 Zuschauer ein Spiel auf ein Tor – und zwar das der Luckenwalder. Die Hausherren ließen jedoch beste Chancen liegen und scheiterten immer wieder am jungen Gästekeeper.

SVB-Kapitän Philip Saalbach gab sein Comeback

Nach der Pause blieb das Bild unverändert. Einmal wurde es aber brenzlig für Nulldrei, als FSV-Spieler Sabit Bilali elf Minuten vor dem Ende nur knapp am rechten Pfosten vorbeischoss und einen möglichen Ausgleich verpasste. Die Entscheidung fiel in der 90. Minute: Der eingewechselte Lionel Salla traf zum 2:0-Endstand. Sein erstes Regionalligator. „Das war ein super Gefühl. Wir wollen jetzt weiter konzentriert arbeiten und unsere Siegesserie fortsetzen“, sagte der 19-Jährige, der sich nach seinem Siegtreffer von den Fans feiern ließ. Mittendrin beim Jubeln war auch der etatmäßige SVB-Kapitän Philip Saalbach, der nach seinem Faserriss und wochenlanger Pause kurz zuvor für sein Comeback eingewechselt worden war. Zumindest in diesem Moment geriet bei allen Babelsbergern die Pokalniederlage vom Oktober in Vergessenheit.

SVB: Gladrow – Eglseder, von Piechowski, Akdari, Cepni (89. Saalbach) – Koch – Steinborn (85. Salla), Fiegen, Cubukcu, Özgöz (74. Hoffmann) – Shala

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