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  • 29.06.2016
  • von Tobias Gutsche

Olympia und Potsdam: Die ersten Potsdamer im Team für Rio

von Tobias Gutsche

Der Deutsche Olympische Sportbund hat seine zweite von drei Nominierungsrunden für Olympia 2016 durchgeführt. Dabei haben nun auch zehn Athleten aus Vereinen der brandenburgischen Landeshauptstadt ihre offizielle Berufung für die Sommerspiele erhalten.

In Runde zwei des Nominierungsprozesses für die Olympischen Sommerspiele 2016 haben nun auch die ersten Potsdamer Athleten ihre offizielle Berufung ins Rio-Team erhalten. Unter den am gestrigen Dienstag vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bekannt gegebenen 143 Nominierten sind zehn Aktive aus Vereinen der brandenburgischen Landeshauptstadt.

Zum Aufgebot für die Wettbewerbe im Kanu-Rennsport gehören demnach vier Starter des KC Potsdam. Dies sind die beiden Olympiasieger von London 2012 Sebastian Brendel und Franziska Weber, Ronald Rauhe, der bisher Gold, Silber und Bronze bei Olympia gewann, und die Olympiasiegerin von Peking 2008, Conny Waßmuth. Nach DOSB-Angaben sind für sie folgende Einsätze vorgesehen: Brendel – Canadier-Einer 1000 Meter, Weber – Kajak-Zweier und -Vierer 500 Meter, Rauhe – Kajak-Einer und -Zweier 200 Meter, Waßmuth – Kajak-Einer 200 und 500 Meter.

Auch dabei: Ein Ruderer, drei Geher und zwei Fünfkämpfer aus Potsdam

Ebenfalls auf der Regattastrecke in Rio wird Hans Gruhne dabei sein. Der Ruderer des RC Potsdam hatte zu Beginn der Saison noch stark mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und war aufgrund des daraus resultierenden Leistungstiefs zunächst nur Ersatzmann im Nationalteam. Doch inzwischen hat er sich wieder nach oben gekämpft – was nun mit seiner zweiten Olympia-Nominierung nach 2008 belohnt wurde. Gruhne tritt bei den Spielen im Doppelvierer an, mit dem er vergangenes Jahr Weltmeister wurde.

Eine fast so große Delegation wie der KC Potsdam wird auch der SC Potsdam zu Olympia an den Zuckerhut entsenden: Die drei Geher Christopher Linke, Nils Brembach und Hagen Pohle sind gestern berufen worden. Während Linke, der bereits in London startete, und Brembach laut DOSB für die 20-Kilometer-Distanz gemeldet werden, nimmt Pohle den Doppelstart – 20 und 50 Kilometer – in Angriff. Gleich fünf Disziplinen werden indes Patrick Dogue und Christian Zillekens (beide OSC Potsdam) in Rio bestreiten – ganz ihrer Sportart, dem Modernen Fünfkampf, entsprechend.

Nach den ersten beiden Nominierungsrunden stehen nunmehr also 187 deutsche Teilnehmer fest. Insgesamt rechnet der DOSB mit 440. Das Aufgebot wird am 12. Juli bei der dritten und damit finalen Verkündung der Nominierten komplettiert – dann werden aller Voraussicht nach auch noch einige weitere Potsdamer hinzukommen. 

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