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SV Babelsberg 03

  • 17.05.2016
  • von Peter Könnicke

SV Babelsberg 03: Mit steigender Formkurve ins Finale

von Peter Könnicke

Eine Klasse für sich. Nulldrei-Kapitän Bilal Cubukcu zeigte sich gegen Schönberg in bester Spiellaune und war kaum zu bremsender Takt- und Ideengeber seiner Mannschaft. Foto: Jan Kuppert

Der SV Babelsberg 03 biegt mit einem 3:0-Heimerfolg gegen den FC Schönberg auf die Zielgerade der Saison ein - den Abschluss bildet das Landespokal-Endspiel Ende Mai. Derweil stehen die Aussichten gut, dass Babelsbergs bester Stürmer auch in der kommenden Saison für Nulldrei spielt.

52 Punkte! Nach dem ungefährdeten 3:0 (3:0)-Sieg gegen den FC Schönberg am Pfingstsonntag hat der SV Babelsberg 03 einen Spieltag vor Ende der Regionalligasaison so viele Zähler auf dem Konto wie zuletzt vor sechs Jahren. Damals, im Sommer 2010, stieg der SVB mit 77 Punkten in die Dritte Liga auf. Davon ist die aktuelle Mannschaft zwar deutlich entfernt, aber mit einem Sieg am letzten Spieltag am kommenden Samstag beim BFC Dynamo und mit Punktverlusten der anderen Mitbewerber könnte es am Ende Platz vier werden. Damit wäre das ausgegebene Saisonziel eines vorderen, einstelligen Tabellenplatzes erfüllt.

Geht es nach Andis Shala, wird gegen den BFC das Punktekonto noch etwas wachsen. „Da geht es um die Ehre“, sagt der SVB-Stürmer, der in der vergangenen Saison noch bei Dynamo unter Vertrag stand, aber dort alles andere als glücklich war. Anders beim SVB. Mit seinem beiden Toren am vergangenen Sonntag unterstrich der 27-Jährige, dass er seine Torjäger-Qualitäten zurückgefunden hat; mit nunmehr 15 Saisontreffern teilt er sich den Liga-Spitzenplatz mit Zwickaus Marc-Philipp Zimmermann und Schönbergs Henry Haufe. Letzterer hielt zumindest am Sonntag den Vergleich mit Shala nicht stand – über 90 Minuten blieb er wirkungslos.

Andis Shala stürmt wohl auch nächste Saison für den SVB

Wie überhaupt das gesamte Gästeteam. „Das war eine einzige Enttäuschung“, zürnte dessen Trainer Axel Rietentiet nach Spielschluss. Vor allem in der ersten Halbzeit sah er seine Elf „hoffnungslos unterlegen“ gegen spielfreudige Babelsberger. Vor allem deren Kapitän Bilal Cubukcu nahm dankend den Raum an, den ihm seinen Gegenspieler gewährten und entzückte mit feinen Pässen. Zunächst brachte er höchstpersönlich seine Mannschaft mit einem verwandelten Handelfmeter schon früh in der achten Minute in Führung. Sechs Minuten später eroberte er den Ball im Mittelfeld, schaute nach rechts und passte diagonal nach links auf Matthias Steinborn, dessen Hereingabe in den Strafraum Shala zum 2:0 verwertete. Mit der sicheren Führung ließen die Babelsberger Ball und Gegner laufen, sodass bei den Gästen die Freude am Spiel von geringer Ausprägung gewesen sein dürfte. Das Fehlen des eigentlich kaum zu ersetzenden SVB-Mittelfeld-Duos Lovro Sindik und Leon Hellwig machte sich bei der geringen Gegenwehr der Gäste kaum bemerkbar. Vor 1516 Zuschauern boten sich den Hausherren weitere Chancen: Steinborn, Onur Uslucan oder Severin Mihm hätten nachlegen können. Schließlich war es in der 42. Minute erneut Steinborn, der FC-Keeper Gabor Ruhr überlupfte und Shala das Leder zum 3:0 über die Linie drückte.

Dass es dabei blieb, ließ Gäste-Trainer Rietentiet aufatmen: „Vielen Dank, dass ihr in der zweiten Halbzeit die Füße hochgenommen habt“, adressierte er an Nulldrei-Co-Trainer Enrico Große, der Cem Efe vertrat. Der Cheftrainer hatte am vergangenen Freitag auf der Heimfahrt nach Berlin unverschuldet einen Autounfall und musste wegen eines Schleudertraumas für zwei Tage im Krankenhaus bleiben. Was Rietentiet freute, ärgerte Große: „Wir müssen auch in der zweiten Halbzeit die Spannung und das Tempo hochhalten“, befand er. Mit der Aussicht, die Saison auf Platz vier abzuschließen und mit Blick auf das wichtige Landespokalfinale in zwei Wochen beim FSV 63 Luckenwalde sei das Großes Meinung nach nötig gewesen. Zumal auch im Training in den vergangenen Wochen die Intensität noch einmal erhöht worden ist – mit sichtbarer Wirkung. Nach einem Formtief mit sechs sieglosen Spielen hat der SVB die letzten drei Partien gewonnen und kein Gegentor kassiert. „Ich fühle mich absolut fit“, sagte Shala – und wohl in Babelsberg. Daher sieht es ganz nach einer Verlängerung seines Vertrages aus. „Ich denke schon“, gab er zu verstehen, dass er auch in der kommenden Saison beim SVB spielen wird.

SVB: Gladrow – Mihm, von Piechowski, Akdari, Cepni (62. Salla) – Saalbach, Fiegen, Uslucan (46. Uzun), Cubukcu; Steinborn (82. Grundler), Shala.

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