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SV Babelsberg 03

  • 04.04.2016
  • von Matthias Schütt

SV Babelsberg 03 gegen Berliner AK: Wieder reißt eine Serie gegen den Berliner AK

von Matthias Schütt

Treffen mit den ExVereinen. Babelsbergs Ugurtan Cepni (r.) spielte einst für den BAK und hatte am Freitag das Nachsehen gegen die Berliner, in deren Reihen der frühere SVB-Kicker Maximilian Zimmer (l.) stand.

Nach der ersten Niederlage der aktuellen Saison in der Hinrunde kassiert Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 im Rückspiel gegen den BAK auch seine erste Heimpleite. Leichtfertige Fehler führen zu den SVB-Gegentoren beim 1:3.

Das Gefühl des Verlierens in ihrem Karl-Liebknecht-Stadion kannten Mannschaft und Fans des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 schon lange nicht mehr. Zuletzt unterlagen die Filmstädter am 24. April 2015 – ein 1:5 gegen Halberstadt – auf heimischem Geläuf. Bis zum vergangenen Freitag wahrte der SVB seine weiße Weste im „Karli“, doch am 1. April setzte es dann die erste Saisonniederlage vor eigenem Publikum, für das sich das 1:3 (0:3) gegen den Berliner AK wie ein schlechter Aprilscherz anfühlte.

Somit endete im Duell mit dem BAK wieder eine Babelsberger Serie, denn bereits im Hinspiel mussten die Kiezkicker auswärts beim 0:3 gegen den Hauptstadtclub ihre erste Saisonpleite nach zuvor acht ungeschlagenen Partien hinnehmen. Eine Revanche sollte folgen. Doch daraus wurde nichts. Und während die Gastmannschaft am Freitagabend mit ihren Fans die drei Punkte lautstark bei einer La-Ola-Welle feierte, blieb für die Nulldreier nur die Erkenntnis, dass sie mit den Spitzenteams der Regionalliga-Nordoststaffel nicht mehr Schritt halten. 41 Punkte hat der SVB auf dem Konto und rangiert damit auf dem siebten Tabellenplatz, dem Niemandsland des Klassements. Sowohl nach oben als auch nach unten sind die Abstände nunmehr so groß, dass es weder Hoffnungen noch Ängste geben kann.

Freundliche Babelsberger Einladungen zum Toreschießen

„Das war einfach zu dünn, zu schwach von uns“, bilanzierte Kapitän Bilal Cubukcu nach der Heimpleite vor rund 2200 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion, das nun keine Festung mehr ist. 13 Mal war zuvor ein Gästeteam in der aktuellen Saison daran gescheitert, das „Karli“ einzunehmen. Babelsberg-Trainer Cem Efe haderte vor allem mit der Leistung seiner Elf in den ersten 45 Spielminuten. „Da haben wir den Gegner förmlich eingeladen, Tore zu schießen. Unsere Fehler wurden gnadenlos bestraft“, sagte Efe, der sich spontan nicht an einen Drei-Tore-Halbzeitrückstand in seiner mehrjährigen Amtszeit erinnern konnte.

Schon nach sechs Minuten klingelte es im Kasten von Nulldrei-Keeper Kevin Otremba, der mit einem verunglückten Abschlag den Gegentreffer durch Ömer Akyörük einleitete. In der Folgezeit fiel der Babelsberger Offensiv-Abteilung um Onur Uslucan, Enes Uzun, Bilal Cubukcu, Matthias Steinborn sowie Andis Shala gegen die starke BAK-Abwehr nichts ein. Zwar ließen die Platzherren den Ball gut zirkulieren, aber Ballbesitz allein schießt nun mal keine Tore, wie das Efe-Team schon einige Male in dieser Saison zu erfahren hatte.

Spielort des Landespokalfinals wird ausgelost

Die Gäste agierten wiederum zielstrebig und effektiv. Ömer Akyörük erhöhte auf 2:0 (33.), als er von der Nulldrei-Defensive unbewacht blieb. Und den Treffer von Myroslav Slavov zum 3:0 zwei Minuten vor der Pause leitete Babelsbergs Rechtsverteidiger Severin Mihm mit einem zu kurzen Rückpass ein. Slavov schnappte sich das runde Leder und schob an Otremba vorbei ins Netz. Der Auftritt ihrer Elf in Halbzeit eins stimmte schon einige SVB-Anhänger fassungslos. Nach dem Seitenwechsel sahen sie aber einen Gastgeber, der dann zumindest Charakterstärke bewiesen habe, wie Cem Efe befand, und sich um Schadensbegrenzung bemühte. Dem eingewechselten Tobias Grundler gelang in der 83. Minute der Ehrentreffer.

Nach dieser Enttäuschung vom Freitagabend richtet sich am heutigen Montag der SVB-Blick Richtung Cottbus. In der dortigen Geschäftsstelle des Fußball-Landesverbandes Brandenburg wird um 11 Uhr der Austragungsort des Landespokalfinals, in dem sich am 28. Mai Babelsberg und Luckenwalde gegenüberstehen, ausgelost. Anders als in der Liga geht es für die Nulldreier im Pokalwettbewerb noch richtig um etwas. Dort sind sie weit vom Niemandsland entfernt – stattdessen liegt der Cup-Erfolg in Sichtweite. Matthias Schütt

SV Babelsberg 03: Otremba – Mihm, Saalbach, Akdari, Cepni – Hellwig – Uzun (68. Grundler), Uslucan (55. Fiegen), Cubukcu, Steinborn (77. Salla) – Shala.

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