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  • 02.03.2016
  • von Tobias Gutsche

Schwimmen in Potsdam: Vier Olympia-Normen müssen geknackt werden

von Tobias Gutsche

Wenn deutsche Schwimmer bei Olympia 2016 in Rio starten wollen, müssen sie zuvor ein zweistufiges Qualifikationssystem durchlaufen. Aus Potsdamer Sicht haben vor allem Yannick Lebherz und Christian Diener gute Chancen, diesen Weg zu meistern. Aber auch zwei junge Athleten vom Luftschiffhafen sollte man auf der Rechnung haben.

Yannick Lebherz und Christian Diener sind die größten Hoffnungsträger des Potsdamer Schwimmstützpunkts hinsichtlich einer Olympia-Teilnahme 2016. Pro Einzelstrecke kann Deutschland in Rio zwei Athleten an den Start schicken. Zwei Qualifikationshürden müssen aber gemeistert werden. Zunächst ist bei der deutschen Meisterschaft Anfang Mai in Berlin im Vorlauf eine Normzeit zu unterbieten sowie im Finale eine noch schnellere, die sich an Platz zwölf der WM 2015 orientiert. Zweite Stufe: Bei der Mare Nostrum Tour Anfang Juni oder einen Monat später bei den German Open in Berlin müssen erneut Qualifikationszeiten in Vor- und Endlauf geknackt werden. Diese sind jedoch um 1,5 Prozent langsamer als die Werte von der DM. Erfüllen mehr als zwei Athleten auf einer Strecke alle Voraussetzungen, gibt die Finalplatzierung der nationalen Titelkämpfe den Ausschlag.

Mut dürfte Lebherz und Diener machen, dass beide über 200 Meter Rücken die schnellste dieser vier Zielzeiten schon mal in ihrer Karriere unterboten haben und diese damit realistisch erreichbar ist. Außerdem liebäugeln die beiden mit einer Nominierung für Staffelrennen. Diener müsste dafür bester Deutscher auf 100 Meter Rücken sein, um in die Lagenstaffel zu kommen. Lebherz braucht einen Top-4-Platz über 200 Meter Freistil. Neben diesen zwei arrivierten Top-Athleten können sich auch die Potsdamer Talente Johannes Hintze und Sonnele Öztürk gute Chancen auf ein Rio-Ticket ausrechnen. Die Sportschüler liegen mit ihren Bestzeiten im Bereich der Normen. Öztürk blieb 2015 sogar auf 200 Meter Rücken unter der härtesten Vorgabe. „Aber die beiden sind noch so jung und brauchen sich jetzt überhaupt keinen Druck machen“, sagt Potsdams Cheftrainer Jörg Hoffmann über die Nachwuchssportler, die in diesem Jahr 17 (Lagen-Spezialist Hintze) und 18 (Rücken-Ass Öztürk) werden. 

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