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SV Babelsberg 03

  • 22.02.2016
  • von Peter Könnicke

SV Babelsberg 03 bei Optik Rathenow: Sprintduell zum 2:0

von Peter Könnicke

Der SV Babelsberg gewinnt auswärts das Brandenburg-Derby in der Fußball-Regionalliga Norodst gegen Optik Rathenow. Nach zuletzt zwei schwächeren Partien zum Auftakt ins Jahr 2016 zeigen die Nulldreier bei dem Auftritt im Havelland aufsteigende Form.

Auf dem Weg zu seinem elften Saisontor musste sich Andis Shala im Sprintduell durchsetzen – gegen seinen eigenen Sturmkollegen Merphi Kwatu. Es war die sechste Minute der Nachspielzeit, es stand 1:0 für SV Babelsberg 03 gegen Optik Rathenow und die Gastgeber waren mit allen Spielern vor dem SVB-Strafraum versammelt in der Hoffnung auf eine letzte Chance. Doch es war Babelsbergs Lovro Sindik, der einen Schiedsrichterball vor die Füße bekam und das Leder nach vorn drosch. An der Mittellinie jagten die beiden alleingelassenen SVB-Angreifer los. „Das ist Chefsache“, verriet Shala später seinen Gedanken. Er schnappte sich den Ball und schob ihn zum 2:0 an Optik-Torhüter Bjarne Rogall vorbei.

Es war ein verdienter Derbysieg des SVB, der vor 584 Zuschauern 90 Minuten lang die spielbestimmende Mannschaft war. Vielleicht hätte die Partie einen anderen Verlauf genommen, wenn Egzon Ismaili in der 28. Minute eine hundertprozentige Torchance nicht vergeben hätte: Bei einem der wenigen Rathenower Angriffe war die gesamte SVB-Abwehr inklusive Torhüter Kevin Otremba bereits geschlagen, doch Ismaili schob den Ball aus acht Metern am leeren Tor vorbei. Sein Ärger war zwei Minuten später offenbar noch nicht verflogen, sodass er sich nach einem Zweikampf mit Philip Saalbach zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, die Referee Jens Klemm mit Rot ahndete.

Efe über die erste Halbzeit: "Zu verkrampft"

„Zu zehnt gegen ballsichere Babelsberger zu spielen, ist schwierig“, beurteilte Optik-Coach Ingo Kahlisch nach Spielschluss. Seine Mannschaft zog sich mehr und mehr zurück, fand kaum den Mut für Offensivaktionen und zeigte letztlich zu wenig kämpferischen Einsatz, den es im Abstiegskampf braucht. Durch die Niederlage ist der Aufsteiger auf den letzten Tabellenplatz gerutscht: „Ich bin maßlos enttäuscht über die Disziplinlosigkeit meiner Mannschaft“, sagte Kahlisch und erklärte: „Wir müssen versuchen, wieder Ordnung reinzukriegen.“

Zufrieden mit dem Sieg war Nulldrei-Coach Cem Efe, der nach überstandener Krankheit das erste Regionalligaspiel in diesem Jahr an der Seitenlinie dirigierte. Aber mit der Art und Weise haderte er. Zwar haben sich seine Spieler bemüht, auf dem nassen, tiefen Boden zu kombinieren und direkt zu spielen. „Aber in der ersten Halbzeit haben wir zu verkrampft gewirkt, oft noch ein, zwei Pässe zu viel gespielt.“ Im zweiten Durchgang, als Efe mit der Einwechslung von Kwatu die Offensive verstärkte, gelang es dem SVB, schneller Druck zu machen. Einer solchen Situation entsprang auch in der 56. Minute die 1:0-Führung, die Onur Uslucan per Direktabnahme aus halblinker Position und gut 14 Metern besorgte. Insgesamt präsentierte sich der SVB im dritten Spiel nach der Winterpause in ansteigender Form, doch sieht Efe seine Mannschaft noch lange nicht auf dem Niveau der Hinrunde. „Wir müssen weiter hart an den Basics arbeiten“, sagte er. 

SVB: Otremba - Saalbach, Schönwälder (46. Mihm), Akdari, Grundler (55. Kwatu) - Hellwig, Sindik, Cubukcu, Uslucan (80. Fiegen) - Steinborn, Shala

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