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SV Babelsberg 03

  • 19.02.2016
  • von Peter Könnicke

SV Babelsberg 03 gegen Optik Rathenow: Weckruf vor den märkischen Derbys

von Peter Könnicke

In der Coachingzone: Nulldrei-Trainer Cem Efe. Foto: Jan Kuppert

Nach einer schwierigen Vorbereitungsphase auf die Regionalliga-Rückrunde wirkten die Fußballer des SV Babelsberg 03 in den ersten beiden Pflichtspielen 2016 träge. Gegen Rathenow und Luckenwalde fordert Coach Cem Efe vor allem seine etablierten Spieler.

Andis Shala will dem Selbstbewusstsein eine Figur geben. „Jetzt neun Punkte holen und dann mit breiter Brust nach Nordhausen fahren“, sagte er vor einer Woche mit vorauseilendem Blick auf den 4. März. Da spielt der SV Babelsberg 03 bei Wacker Nordhausen, dem aktuellen Spitzenreiter in der Fußball-Regionalliga Nordost. Das mit den neun Punkten wird nichts mehr. Nach dem 0:0 gegen Budissa Bautzen können es maximal noch sieben werden, bevor es in den Harz geht. Und auch das wird nicht einfach, denn die nächsten zwei Spiele sind zwei Derbys – und die sind bekanntlich besonders hart umkämpft.

Optik Rathenow im Auswärtsspiel am Sonntag (13.30 Uhr) und FSV 63 Luckenwalde daheim am kommenden Freitag heißen die nächsten Gegner des SVB. Die beiden märkischen Aufsteiger kämpfen um den Klassenerhalt. Rathenow liegt mit neun Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, Luckenwalde steht mit nur einem Zähler mehr einen Rang besser da. Der SVB hat das Dreifache auf seinem Punktekonto, aber aktuell ist das alles nur Zahlenwerk auf dem Papier.

Wenig Konkurrenzkampf innerhalb des Teams

Denn nach einer schwierigen Vorbereitung auf die Rückrunde, in der Nulldrei-Trainer Cem Efe wegen krankem und verletztem Spielerpersonal mehr improvisieren musste als trainieren, geschweige denn neue Ideen entwickeln konnte, kann von einem optimalen Leistungs- und Fitnesszustand nicht die Rede sein. Efe hatte schon vor dem ersten Spiel nach der Winterpause vorausgesagt, dass es schwierig wird – 1:2 ging es in Meuselwitz verloren.

Und während sich die Konkurrenz mit Aufstiegsambitionen freudig in Schusslaune bringt – Zwickau fertigte zuletzt Meuselwitz 7:0 und der Berliner AK den Spitzenreiter Nordhausen mit 4:0 ab – erscheint der SVB recht träge. „Es fehlt der Konkurrenzkampf auf den einzelnen Positionen“, sagt Efe, was ein Stück weit Andis Shala bestätigt: Der 27-jährige Stürmer spüre wenig heißen Atem im Nacken junger Spieler aus der zweiten Reihe, die ihm seinen Stammplatz streitig machen.

Efe: "Es wird schwierig bleiben"

Aber auch von Führungskräften erwartet Efe Entwicklung: „Leon Hellwig und Lovro Sindik müssen in den nächsten Gang hochschalten“, sagt er. Einzig auf der Torhüter-Position gebe es derzeit den Konkurrenzkampf, den sich Efe wünscht. Das Resultat ist offenkundig: Kevin Otremba, der vor dem gleichwertigen Marvin Gladrow derzeit den Vorzug bekommt, präsentiert sich in guter Form, sodass ihm seine Mitspieler jederzeit zutrauen, auch Elfmeter-Duelle zu gewinnen. Tatsächlich hat Otremba die letzten beiden Elfmeter gehalten (im Testspiel gegen Stahl Brandenburg und im Punktspiel in Meuselwitz).

Zwei Derby-Gegner im Abstiegskampf auf der einen Seite, auf der anderen ein SVB, der nicht in bester Verfassung ist – es gibt günstigere Voraussetzungen. Daher bleibt Efe gar nichts anderes übrig, als realistisch einzuschätzen: „Es wird schwierig bleiben in den nächsten Wochen.“ Zumal er in Rathenow weiterhin auf Severin Mihm, Enes Uzun und Ugurtan Cepni verzichten muss – die beiden Letzteren werden auch gegen Luckenwalde fehlen.

Coach nach Erkrankung wieder zurück

Efe selbst ist seit dem vergangenen Montag nach einer Magen-Darm-Erkrankung wieder auf dem Trainingsplatz zurück, auch wenn noch weitere ärztliche Untersuchungen anstehen, wie er sagt. „Was ich im Training gesehen habe, war ordentlich“, meint der 37-Jährige. „Aber was das bedeutet, wird sich erst in den kommenden Spielen zeigen“, weiß er. Viel werde auch davon abhängen, wie sehr die etablierten Spieler in der jetzigen Situation Verantwortung übernehmen. Andis Shala jedenfalls ist bereit dazu. Doch mitziehen müssen alle, um die Brust wieder breit zu machen.

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