24.09.2017, 17°C
  • 30.10.2015
  • von Peter Könnicke

SV Babelsberg 03: In Schlagdistanz bleiben

von Peter Könnicke

Der SVB möchte sich nicht aufhalten lassen. Am vergangenen Spieltag schüttelten die Babelsberger um Spielmacher Bilal Cubukcu(links) ihren tabellarischen Verfolger aus Auerbach ab. Nun will der Kiez-Club seinerseits ein im Klassement besser positioniertes Team – den FSV Zwickau – jagen. Foto: Jan Kuppert

Den SV Babelsberg 03 erwartet am Sonntag gegen den FSV Zwickau eines der wichtigsten Spiele der bisherigen Regionalliga-Saison. In der Vorbereitung auf die Partie wurde eine besondere Trainingseinheit durchgeführt.

Der SV Babelsberg 03 ist auf einen intensiven Schlagabtausch vorbereitet. Bevor am kommenden Sonntag der FSV Zwickau als Tabellenzweiter der Regionalliga Nordost ins Karl-Liebknecht-Stadion (13.30 Uhr) kommt, schulten die Nulldrei-Fußballer noch einmal, wie man am besten austeilt. Gezeigt hat es ihnen kein geringerer als der zweifache Box-Europameister Oktay Urkal. Nachdem die Mannschaft von Trainer Cem Efe Urkal zu Saisonbeginn in seinem Berliner Box-Gym besucht hatte, kam der ehemalige Box-Profi am vergangenen Mittwoch an den Babelsberger Park zu einer gemeinsamen Trainingseinheit.

Spaß und Ablenkung also vor dem Topspiel gegen Zwickau, um dessen Bedeutung sich beim SVB alle bewusst sind. „Jeder hat verstanden, dass wir mit einem Sieg mit drin sind in der Spitzengruppe der Liga“, sagt Erdal Akdari. „Das hat jeder von uns im Kopf“, so der Babelsberger Innenverteidiger.

Das Team verspürt keinen Druck

Übermäßig Druck verspüre die Mannschaft indes nicht. „Eigentlich überhaupt nicht“, meint Akdari. Vielmehr werde es als gute Gelegenheit gesehen, sich für die ordentliche Ausgangsposition, die sich die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf mit dem unmittelbaren Anschluss an die Tabellenspitze erspielt hat, zu belohnen. „Wir haben die Chance, oben mitzuspielen. Das ist das, was die ganze Mannschaft will“, betont Akdari.

Es waren oftmals Geduldsspiele in dieser bisherigen Saison, in denen Nulldrei trotz spielerischer Überlegenheit auf Tore und Punkte warten musste. Doch nie gab es den Eindruck, als würden Spieler und Trainer in Hektik und Panik verfallen. So sind die 90-minütigen Geduldsproben durchaus ein Synonym für die Haltung des SVB im Allgemeinen, den Verein nach schwierigen Zeiten geduldig wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Die Defensive ist das Prunkstück

Die ersten Früchte dieser langen Saat erntet Cem Efe inzwischen auf dem Platz: Regelmäßig bekommt er nach den Spielen von Trainerkollegen Lob für den Fußball, den der SVB spielt – zuletzt nach dem 1:0-Heimsieg gegen den VfB Auerbach. Das war allerdings auch schon in der Hinrunde der vergangenen Saison so – es folgte eine wenig berauschende, sondern eher enttäuschende Rückrunde. Doch scheint die Mannschaft inzwischen weiter gereift und verbessert, das Vertrauen in die eigenen Stärken deutlicher ausgeprägt. „Wir wissen, dass wir oben mitspielen können. Das sagen wir uns gegenseitig immer wieder“, meint Erdal Akdari. Jedoch betont der 1,85 Meter große Defensivakteur im nächsten Atemzug: „Das müssen wir uns aber Woche für Woche erarbeiten.“

Geduld also, so eine der wichtigen Tugenden beim SVB. Auch für das Spiel gegen Zwickau beschwört Akdari diese. „Auch wenn es eines der wichtigsten Spiele der bisherigen Saison wird, werden wir nicht übermotiviert loslegen, sondern in aller Ruhe unsere Stärken zur Geltung bringen“, sagt der 22-Jährige. Diese hat der SVB zweifelsfrei in der Defensive: Die Viererkette, die beiden Sechser Lovro Sindik und Leon Hellwig sowie Offensivkräfte wie Matthias Steinborn, der seine enorme Laufstärke auch für Abwehreinsätze nutzt, gehören bislang zu den Grundpfeilern im SVB-Spiel. Dies führte zu fünf Siegen und einem Remis bei bisher sechs Heimspielen. Die Serie soll auch gegen die Westsachsen aus Zwickau nicht reißen. Darf sie auch nicht, will der SVB in Schlagdistanz bleiben. Ganz gut also, wenn man dafür noch mal mit einem Box-Champion trainiert hat.

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!